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Kapitalabgrenzung in der IFRS-Rechnungslegung

Eine kritische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der historischen und gegenwärtigen Entwicklung des IAS 32
ISBN:
978-3-339-12330-5
Auflage:
Aufl.
Verlag:
Kovac, Dr. Verlag
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.05.2021
Reihe:
Münsterische Schriften zu Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
296
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Der Klassifikation eines Finanzinstruments auf der Passivseite der Bilanz als Eigenkapital oder finanzielle Verbindlichkeit kommt eine besondere Bedeutung durch dessen unmittelbare Auswirkung auf die Kapitalstruktur und damit auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens zu. Mit IAS 32 Financial Instruments: Presentation stellt der IASB Vorschriften zur Klassifikation eines Finanzinstruments als Eigenkapitalinstrument oder finanzielle Verbindlichkeit bereit und liefert damit ein Kapitalabgrenzungskonzept. Erstmalig verabschiedet wurde IAS 32 bereits im Jahr 1995, unterlag aber mehrfachen Überarbeitungen unterschiedlicher Eingriffsintensität durch den Standardsetzer. Parallel zu den vorgenommenen Standardänderungen wurde in zahlreichen Projekten fortlaufend nach einem neuen tragfähigen Kapitalabgrenzungskonzept gesucht. Der jüngste Vorschlag, der sog. Board’s Preferred Approach, wurde mit dem im Juni 2018 veröffentlichten Diskussionspapier DP/2018/1 Financial Instruments with Characteristics of Equity (FICE) veröffentlicht. Im Ergebnis entschied sich der IASB jedoch dazu, den neuen Vorschlag nicht zu übernehmen, sondern das Kapitalabgrenzungskonzept des IAS 32 beizubehalten. Dies nimmt die Verfasserin zum Anlass, das Kapitalabgrenzungskonzept des IAS 32 detailliert vor dem Hintergrund seiner historischen und gegenwärtigen Entwicklung genauer zu analysieren. Auf Basis ihrer Analyseergebnisse erarbeitet die Verfasserin Vorschläge, wie unter Beibehaltung des bestehenden Kapitalabgrenzungskonzepts die Entscheidungsnützlichkeit der über die Klassifikation eines Finanzinstruments bereitgestellten Informationen durch zusätzliche Konkretisierungen und/oder strukturelle Änderungen des Standards erhöht werden kann, zeigt aber auch Grenzen, die ohne eine fundamentale Überarbeitung des bestehenden Abgrenzungskonzepts des IAS 32 nicht überwunden werden können.