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Kein Gott, kein Staat, kein Mietvertrag?

Chronologie der Hausbesetzungen in Tübingen von 1968–2026 mit Historie der daraus entstandenen Wohnprojekte
ISBN:
978-3-9880904-8-5
Auflage:
Hardcover, 2. Auflage 2026 | erschienen bei EDITION Analyse & Subkultur
Verlag:
Dichterwettstreit deluxe
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.07.2026
Reihe:
EDITION Analyse & Subkultur
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
132
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Chronologie der Hausbesetzungen in Tübingen von 1968–2026 mit Historie der daraus entstandenen Wohnprojekte (Epplehaus, Münze 13, Lu15, Schelling, Wagenburgen & 4-Häuser-Projekt): "Kein Gott, kein Staat, kein Mietvertrag?"

Leerstand + Wohnungsnot = Hausbesetzung

In Tübingen wurde diese Gleichung immer wieder praktisch gelöst: in ehemaligen Kasernen, Altstadthäusern, Kliniken, Villen, Gärten, Hörsälen und leerstehenden Wohnungen. Besetzer*innen haben Räume erkämpft, verteidigt, verloren, verstetigt – und machten so eine kleine Universitätsstadt zu einer großen Stadt der Hausbesetzungen.

Zwischen Widerstand, Wohnungsnot und Wirklichkeit

Mehr als fünfzig Häuser wurden seit 1968 in Tübingen besetzt – aus Protest gegen Wohnungsnot, Leerstand, Spekulation, Verdrängung und fehlende Freiräume. Was oft als illegaler Akt begann, wurde immer wieder zum Ausgangspunkt für selbstverwaltetes Wohnen, linksalternative Treffpunkte und neue Formen solidarischen Zusammenlebens. Aus Besetzungen entstanden dauerhafte Wohnprojekte, Studierendenwohnheime und subkulturelle Räume, die Tübingen bis heute prägen.

"Kein Gott, kein Staat, kein Mietvertrag?" rekonstruiert erstmals die Chronologie Tübinger Hausbesetzungen vom Häuserkampf der 1970er-/1980er-Jahre über eine weitere Besetzungswelle 1989–1992 bis zu aktuellen Protesten im 21. Jahrhundert. Zentral ist zugleich die Historie der bis heute aktiven Projekte, die aus Besetzungen hervorgingen: Epplehaus, Münze 13, Lu15, Schelling sowie die Wagenburgen und das 4-Häuser-Projekt.

Dieses von Marc Amann und Elias Raatz herausgegebene Sachbuch erzählt eine Chronik des zivilen Ungehorsams, über Widerstand, Selbstverwaltung und den Kampf um das Menschenrecht auf Wohnen – ein Stück Stadtgeschichte von unten: "Die Häuser denen, die drin wohnen!"

(Erschienen in der EDITION Analyse & Subkultur - mehr unter: www.analyse-subkultur.de)