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Kritik der Waffen

Für eine Entmilitarisierung des Denkens | Eine radikale Absage an die Logik militärischer Eskalation
ISBN:
978-3-518-00134-9
Auflage:
Originalausgabe
Verlag:
Suhrkamp
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
24.11.2026
Reihe:
edition suhrkamp
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
174
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Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine gilt in Deutschland Kriegstüchtigkeit als das Gebot der Stunde. Die geistige Mobilmachung im Namen des militärischen Realismus wiederholt parteiübergreifend das immer gleiche Credo: Aufrüstung tut not, Abschreckung schafft Sicherheit, Pazifismus ist eine Schönwetterideologie für Träumer und Putin-Versteher. Längst sind drastische Erhöhungen des Wehretats beschlossen, und die Wiedereinführung der Wehrpflicht steht vor der Tür.

Ulrich Bröckling erhebt Einspruch gegen die vermeintliche Alternativlosigkeit dieses Rufs zu den Waffen. Ohne die Brutalität des russischen Angriffskriegs kleinzureden oder sich auf Utopien einer friedlichen Welt zurückzuziehen, formuliert er eine Antikriegsposition auf der Höhe der Zeit. Dabei stellt er die unausgesprochenen Vorannahmen der militärischen Thinktanks infrage und schärft den Blick dafür, dass eine Gesellschaft, die sich zur Verteidigung der Freiheit dem Imperativ der Kriegsführungsfähigkeit unterwirft, selbst in Richtung Autoritarismus rückt.

Biografische Anmerkung
Ulrich Bröckling, geboren 1959, war bis 2025 Professor für Kultursoziologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Zuletzt gab er zusammen mit Susanne Krasmann und Thomas Lemke das Glossar der Gegenwart 2.0 (es 2843) heraus. 2020 erschien von ihm bei Suhrkamp Postheroische Helden. Ein Zeitbild.