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Ihr LexisNexis-Verlagsteam

Lesarten des Rechts

Sprache und Medien der Jurisprudenz
ISBN:
978-3-930064-97-7
Auflage:
1., Aufl.
Verlag:
AVINUS Verlag Sieber & Dr. Weber GbR
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.12.2008
Autoren:
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
288
Ladenpreis
49,40EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Lieferung in 3-4 Werktagen Versandkostenfrei ab 40 Euro in Österreich
Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
Nach dem Selbstverständnis der Jurisprudenz ist der Richter nicht mehr als der Mund des Gesetzes, welcher nur die Worte ausspricht, die im Gesetzbuch festgehalten sind. Was Recht und was rechtens ist, ist indes an das Medium der Sprache gebunden. Die Vorstellung, Recht lasse sich dem Gesetzbuch entnehmen, führt in die Irre, denn die Auslegung der Gesetze bedarf einer Vielzahl von Akzentuierungen, Verknüpfungen und Verschiebungen nicht nur eines, sondern vieler Texte. Das Gesetz ist kein in Stein gehauenes, in sich ruhendes Werk, sondern ein Hypertext, dessen Sinn sich erst im Verfahren erschließt. Beide Parteien haben das Gesetz verstanden – nur in gegensätzlicher Weise. Ständig schaffen sie neue Texte, welche Legitimität und Autorität der Rechtsprechung stützen oder in Frage stellen können; ständig liegen die Lesarten des Rechts im Verfahren miteinander im Wettstreit, werden fortgeschrieben und gestärkt oder heruntergespielt und geschwächt. Eine Sicht auf das Verfahren, welche diese andauernden Umschreibungen des Rechts vernachlässigt, verschleiert die Komplexität der Mechanismen der Rechtsprechung, für deren genauere Beschreibung ein medienreflexives Rechtsverständnis erforderlich ist. Erst eine Medientheorie des Rechts kann zeigen, dass die Formen und Inhalte des Rechts konstitutiv mit den Medien der Rechtskommunikation verknüpft sind.
Biografische Anmerkung
Dr. Kent D. Lerch studierte Rechtswissenschaft, Geschichte und Philosophie in Frankfurt am Main und Cambridge. 2001 bis 2005 war er Koordinator der interdisziplinären Arbeitsgruppe Sprache des Rechts. Vermitteln, Verstehen, Verwechseln an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Herausgeber der Schriftenreihe Die Sprache des Rechts, 2006 bis 2008 wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Chefredakteur von Rechtsgeschichte und Lehrbeauftragter für englisches Recht am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seit Oktober 2008 ist er Fellow am Zentrum für interdisziplinäre Forschung in Bielefeld und Mitglied der ZiF-Kooperationsgruppe Der Fall als Fokus professionellen Handelns.