Mein Leben als paranoider Affe
ISBN:
978-3-9605453-3-0
Auflage:
Originalveröffentlichung
Verlag:
Edition Nautilus GmbH
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.03.2027
Reihe:
Nautilus Flugschrift
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
160
Was geschieht mit einem Menschen, dessen Leben seit Jahrzehnten vom Schreiben bestimmt wird, wenn plötzlich eine Maschine auftaucht, die scheinbar mühelos schreiben kann? Dieses Buch beginnt mit einer solchen Begegnung. Der Erzähler gerät in ein Gespräch mit einem Sprachmodell und entdeckt darin weniger eine neue Technologie als einen Spiegel seiner eigenen Wahrnehmung.
Ausgehend von dieser persönlichen Erfahrung verfolgt Hans-Christian Dany eine Mediengeschichte des gegenwärtigen Denkens. Sie führt von den tippenden Affen Émile Borels über Oswald Wieners »Die Verbesserung von Mitteleuropa« und Stanisław Lems Phantomatik, über Kurd Laßwitz, Alan Turing und die Dotcom-Blase bis zu ChatGPT, Sam Altman und den Sprachmodellen der Gegenwart.
Im Zentrum steht die These, dass »Künstliche Intelligenzen« weniger eine Revolution der Intelligenz als eine neue Form der gesellschaftlichen Modellierung darstellen. Sie versprechen Orientierung, Nähe und Effizienz, verstärken aber zugleich jene Tendenzen zur Abschließung, Selbstspiegelung und Musterbildung, die psychiatrisch als paranoide oder schizophrene Strukturen beschrieben werden können.
»Mein Leben als paranoider Affe« ist weder kulturpessimistischer Essay noch Ausdruck von Technikbegeisterung. Es ist eine ebenso persönliche wie theoretische Erkundung der Frage, was Schreiben, Denken und Subjektivität bedeuten, wenn Maschinen beginnen, unsere Sprache mitzuschreiben.
Biografische Anmerkung
Hans-Christian Dany, geboren 1966, lebt als Künstler in Hamburg und schon lange im Urlaub von dem, was er tun soll. Wie viele, die nicht wissen, wohin mit sich, schreibt er. Manchmal werden daraus Bücher. Zuletzt erschien 2024 »Schuld war mein Hobby. Bilanz einer Familie«, nominiert für den Hubert-Fichte-Preis 2025.