Meine Mutter, mein Vater, Hitler und ich
Wie wird aus einem humanistisch gebildeten Paar ein Teil der NS-Maschinerie? Eine Familienrekonstruktion aus Briefen, Tagebüchern und Träumen.
Ein Albtraum im Januar 1998 bringt alles ins Rutschen. Dagmar Kötscher, Ärztin und Psychoanalytikerin, 1939 geboren, beginnt den Nachlass ihrer Eltern zu sichten: Tagebücher des Vaters von der Ostfront, Briefe und Romanentwürfe der Mutter, die als Dichterin dem Führer dienen wollte. Was sie findet, duldet keine Beschwichtigung.
Mit psychoanalytischer Präzision und bemerkenswerter Härte gegen sich selbst legt sie frei, wie Ideologie in die intimsten Räume einer Familie dringt – in Erziehung, Zärtlichkeit, Sprache – und wie sie dort weiterlebt, lange nach 1945.
- Ungeschönte Originalquellen: Briefe, Tagebücher und Gedichte über vier Jahrzehnte
- Psychoanalytischer Blick: die Pädagogik Johanna Haarers und ihre Spätfolgen
- Jenseits der Schuldabwehr: wie Täterkinder das Schweigen der Eltern erben
Für Leserinnen und Leser der Kriegskinder- und Kriegsenkelgeneration und alle, die Geschichte von innen verstehen wollen.









