Menschen mit geistigen Behinderungen im deutschen Strafprozess
ISBN:
978-3-428-20005-4
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
15.10.2026
Reihe:
Schriften zum Prozessrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
223
Niemand darf aufgrund einer Behinderung benachteiligt werden – auch nicht im Strafprozess. Ein inklusiver Strafprozess muss gewährleisten, dass Menschen mit geistigen Behinderungen ihre Rechte wirksam wahrnehmen können und nicht zum bloßen Objekt des Verfahrens werden.
Die Arbeit nähert sich diesem bislang kaum untersuchten Themenfeld durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der geistigen Behinderung und analysiert die Barrieren einer gleichberechtigten Teilhabe am Strafverfahren.
Ausgehend von den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention untersucht sie die einschlägigen Regelungen des deutschen Strafprozessrechts und deckt bestehende Schutzlücken auf. Unter Einbeziehung der Regelungen für vergleichbar schutzbedürftige Personengruppen zeigt sie, dass ein bedürfnisgerechter Strafprozess das frühzeitige Erkennen der Schutzbedürftigkeit, bedürfnisgerechte Kommunikation, den Einsatz von Hilfspersonen und die Schulung des Justizpersonals erfordert.
Biografische Anmerkung
Luca Reinhardt studied law at the University of Augsburg, graduating in 2021. He subsequently completed his legal traineeship in the district of the Higher Regional Court of Munich. While pursuing his doctorate, he worked as a research associate at a boutique law firm specialising in white-collar criminal law. He was admitted to the German Bar in 2025 and has since been working at the same firm as an attorney.