Mood Management durch Musik
ISBN:
978-3-931606-85-5
Auflage:
1., Aufl.
Verlag:
Herbert von Halem Verlag
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.05.2005
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
272
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Medienvermittelte Musik – ob via Tonträger, Radio, Fernseher oder Internet – wird alltäglich in hohem Maße genutzt. Die Motive der Nutzung von Musik sind dabei inter- und intraindividuell höchst unterschiedlich. Ein zentrales Nutzungsmotiv der meisten Menschen ist jedoch die Stimmungsregulation (Mood Management) bzw. das primäre Aufrechterhalten und Verstärken positiver Stimmungen sowie Unterdrücken und Kompensieren negativer Stimmungen. Die Arbeit beschäftigt sich mit diesem Nutzungsmotiv, indem sie untersucht, welche Menschen welche Musik in welchen Stimmungslagen zu welchem Zweck hören wollen. Auf Basis kommunikationswissenschaftlicher, medien- und musikpsychologischer Grundlagen werden Forschungsfragen und Hypothesen hergeleitet, die in drei aufeinander aufbauenden und sich ergänzenden Studien (Leitfadeninterviews, Telefonbefragung, Experiment) empirisch beantwortet bzw. geprüft werden. Die Ergebnisse weisen darauf, dass „negative“ Stimmungslagen wie Trauer oder Melancholie nicht in jedem Fall kompensiert werden. So neigen z.B. Frauen eher als Männer dazu, ihre Trauer mit dem Hören von trauriger Musik zu stützen. Auch Merkmale wie die emotionale Labilität oder das persönliche Repertoire an Rezeptionsmodi entscheiden darüber, wie Musik zur Regulierung von Trauer genutzt wird.
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Biografische Anmerkung
Holger Schramm, Jg. 1973, Dr. phil., Dipl.-Medienwiss., Studium Medienmanagement (Medienwissenschaft, Kommunikationsforschung, Rechtswissenschaft) an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK). 2000-2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter am IJK. 1997-1999 Mitarbeit im DFG-Projekt “Interaktives TV". 2000-2001 Projektmitarbeiter im DFG-Projekt “Musikselektion". Seit 2002 Projektmitarbeiter im internationalen EU-Projekt “Presence". Promotion 2003 mit einer Arbeit über die Nutzung von Musik zur Regulierung von Stimmungen. Seit Okt. 2003 Oberassistent an der Universität Zürich, Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ), Abteilung V (Empirische Kommunikations- und Medienforschung). Hauptarbeitsgebiete: Rezeptions- und Wirkungsforschung, Methoden, Unterhaltungsforschung, Medien und Emotionen, Parasoziale Interaktionen und Beziehungen, Musiknutzung, Sportkommunikation.









