Mores im klassischen römischen Recht
ISBN:
978-3-428-19412-4
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
24.09.2025
Reihe:
Freiburger Rechtsgeschichtliche Abhandlungen. N. F.
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
842
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Relevanz und Wirkweise der ›mores‹ im römischen Recht sind seit Jahrhunderten umstritten. Bislang wurden stets Sachfragen – etwa nach dem Gewohnheitsrecht – an die Quellen herangetragen. Diese Untersuchung wählt einen anderen Weg: Im Lichte der jüngeren Forschung zur römischen und romanistischen Methodik werden mit wortmonographischem Vollständigkeitsanspruch aus den juristischen Quellen des klassischen Rechts die Funktionen der ›mores‹ induziert.
Unmittelbare Bindungswirkung entfalten nur wenige als ›mores bezeichnete Rechtsprinzipien, die auf dem Konsens des römischen Volkes beruhen. Andere ›mores‹ binden nur kraft Anerkennung durch den Princeps als Lokalrecht oder durch die Juristen als Auslegungsgrundsatz. ›Contra bonos mores‹ dient im ediktalen Kontext der Abgrenzung erlaubten und verbotenen Verhaltens. Im Übrigen berufen sich v.a. spätklassische Juristen im Wege kreativer ›inventio‹ auf das Verdikt, um die Kohärenz innerhalb der Rechtsordnung oder zwischen Rechts- und Werteordnung zu sichern.
Die Arbeit wurde mit dem Hermann-Conring-Preis 2026 ausgezeichnet.
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Biografische Anmerkung
After studying law in Heidelberg, Matthias Ehmer joined University of Würzburg in 2019 as PhD student and research assistant to Prof Dr Wolfram Buchwitz. During his PhD programme, which was funded by the Studienstiftung des Deutschen Volkes, he spent research periods at the Universities of Padua and Naples »Federico II«. Ehmer completed his doctorate in 2024 and passed his Second legal Examination in the Higher Regional Court district of Stuttgart the following year. Since then, he has been conducting research and publishing – initially as a research assistant and, since September 2026, as a senior research fellow – at the chair of Prof. Dr Wolfgang Kaiser in Freiburg, focusing on Roman law and civil law.









