Nachhaltigkeitsstandards und Vertragsrecht
ISBN:
978-3-16-200034-7
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
05.05.2026
Reihe:
Studien zum Privatrecht
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
464
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Wie können Unternehmen in Deutschland, die in internationale Lieferketten eingebunden sind, Nachhaltigkeitsstandards rechtlich wirksam, verbindlich und durchsetzbar gestalten? Ausgehend von der Beobachtung, dass ökologische und menschenrechtliche Standards zunehmend in den globalen Wirtschaftsverkehr einfließen, untersucht Luisa Eberle die vertraglichen Mechanismen, mit denen diese Anforderungen operationalisiert werden können. Im Zentrum steht das Spannungsverhältnis von Nachhaltigkeitsstandards zwischen freiwilligen Selbstverpflichtungen und gesetzlichen Pflichten, etwa nach dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), der europäischen Corporate Social Due Diligence Directive (CSDDD), der Entwaldungsverordnung (EUDR) und der Zwangsarbeitsverordnung (EUFLR). Anhand des deutschen Rechts und des UN-Kaufrechts analysiert die Autorin, wie Nachhaltigkeitsstandards zu verbindlichen Vertragspflichten erhoben, eindeutig bestimmt und gerichtlich - einschließlich schiedsgerichtlich - durchgesetzt werden können. Zugleich beleuchtet sie die Perspektive der Verkäuferseite, die mit einseitigen Belastungen konfrontiert sein kann, und fragt nach den Grenzen einer solchen Vertragsgestaltung im Lichte des Schutzes der schwächeren Vertragspartei. Mit diesem Ansatz verbindet Luisa Eberle einen rechtsdogmatischen Beitrag zur Ausgestaltung nachhaltiger Lieferketten mit einem praxisorientierten Blick auf deren Umsetzung in einer globalisierten Wirtschaft.
Schlagwörter
Biografische Anmerkung
Geboren 1994; Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Mannheim; 2020 Erstes Juristisches Staatsexamen; Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln; 2025 Promotion (Köln); Rechtsreferendariat am Landgericht Köln.








