Facebook Pixel

Nicht-optimale Strategien

Essays zur Politik
ISBN:
978-3-85787-330-0
Verlag:
Lenos
Land des Verlags:
Schweiz
Erscheinungsdatum:
01.04.2002
Autoren:
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
208
Ladenpreis
31,90 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Lieferung in 3-4 Werktagen Versandkostenfrei ab 40 Euro in Österreich
Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
Hans Saner zeigt in seinen politischen Essays, dass die Politik immer mit nicht-optimalen Strategien arbeiten muss, in denen keine Garantie gegen das Scheitern und für das Gelingen liegt. Ebendeshalb muss alles politische Handeln verantwortet werden und offen bleiben für die Korrektur. Gezeigt wird das konkret an den Problemen von Verantwortung und Schuld in der Flüchtlingspolitik der Schweiz, in der Frage nach den Formen der Integration und der Solidarität, in den Erwägungen, ob auf das Jahrhundert der Gewalt das Jahrhundert der Solidarität folge, sowie in den Fragen nach den Strategien der diplomatischen Negoziation und den Handlungen einzelner im transnationalen Widerstand. Das Gelingen ist nicht unmöglich. Aber es ist die Ausnahme. In der Spieltheorie wird unterschieden zwischen Spielen mit optimaler und Spielen mit nicht-optimaler Strategie. Optimale Strategien sind Verfahren, die unter bestimmten Bedingungen mit Gewissheit zum erwünschten Ziel führen. Dame zum Beispiel ist ein solches Spiel. Wer anfangen darf und keine Fehler macht, wird mit Gewissheit den Sieg davontragen. Nicht-optimale Strategien dagegen sind Verfahren, bei denen es keine Gewissheit geben kann, das erwünschte Ziel zu erreichen. Schach zum Beispiel ist ein solches Spiel. Wie immer wir eröffnen: Wir können gewinnen oder verlieren.
Biografische Anmerkung
Geboren 1934 in Grosshöchstetten. Studium der Philosophie, Psychologie und Germanistik in Lausanne und Basel. Dort von 1962 bis 1969 persönlicher Assistent von Karl Jaspers. Historische Arbeiten über Kant, Spinoza, Jaspers und Hannah Arendt sowie systematische Essays zu anthropologischen, kulturkritischen und politischen Themen haben ihn in einer weiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Er starb 2017 in Basel.