Ökonomische Bildung und Transformation
Das Leben zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist durch massive Transformationsprozesse geprägt. Klimawandel, demografischer Wandel, Digitalisierung, Globalisierung und geopolitische Paradigmenwechsel sind nur einige Schlagworte, die auf grundlegende und einschneidende gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Veränderungen verweisen. Strukturwandel ist zwar grundsätzlich nichts Neues und Ungewöhnliches, die aktuell zu beobachtenden Transformationsprozesse können in ihrem Ausmaß und ihrer Geschwindigkeit aber als epochaltypisch (Klafki) bezeichnet werden. Wir erleben in vielen voneinander unabhängigen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft eine Transformation mit exponentieller Beschleunigung. Dem Bildungssystem kommt die Aufgabe zu, Kinder und Jugendliche auf die mit solchen Transformationsprozessen verbundenen Herausforderungen vorzubereiten und sie in die Lage zu versetzen, diese mitzugestalten. Die aktuell zu beobachtenden Transformationsprozesse sind in hohem Umfang ökonomisch geprägt, und eine zeitgemäße ökonomische Bildung ist ein zentraler Schlüssel für die Befähigung zum kompetenten Umgang mit ihnen. Im Rahmen des Tagungsbandes werden theoretisch konzeptionelle Überlegungen und empirische Ergebnisse vorgestellt, die auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Ökonomischen Bildung (DeGÖB) präsentiert wurden.
Dirk Loerwald ist Professor für Ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Wissenschaftlicher Leiter des Oldenburger Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) und Wissenschaftlicher Leiter des ökonomischen Experimentallabors Ox-Lab.
Nils Goldschmidt ist Direktor des Weltethos-Instituts in Tübingen. Er ist zudem Professor für Kontextuale Ökonomik und Ökonomische Bildung an der Universität Siegen und Vorsitzender des Zentrums für ökonomische Bildung (ZÖBIS) in Siegen.









