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Onlinebegleitung im Strafvollzug

Das Projekt „crimeic®“ Revolutionierung ehrenamtlicher Arbeit im Strafvollzug?
ISBN:
978-3-86676-493-4
Verlag:
Verlag für Polizeiwissenschaft
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
06.04.2017
Format:
Buch
Seitenanzahl:
175
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Für eine erfolgreiche Resozialisierung von Inhaftierten ist die Kommunikation mit Menschen in Freiheit ein wichtiger Bestandteil. Allerdings sind die Möglichkeiten der Inhaftierten mit Personen in Freiheit zu kommunizieren ausgesprochen eingeschränkt – eingeschränkt durch die tatsächliche räumliche Isolierung durch Mauern und verschlossene Türen sowie durch Erfordernisse der Sicherheit, die durch das Vollzugspersonal berücksichtigt werden müssen. Das Buch von Peter Lutz Kalmbach und Tim Krenzel beschäftigt sich mit der Idee, die bisherigen Außenkontakte (Besuche, Telefonate, Schriftwechsel) durch die Nutzung neuer Medien – hier das Internet – zu erweitern. Dies bedeutet zugleich eine neue Sichtweise auf die Ausgestaltung der Arbeit ehrenamtlicher Kräfte im Strafvollzug. Um die Machbarkeit und Tauglichkeit einer Onlinebegleitung im Strafvollzug überprüfen zu können, haben die Autoren das Projekt mit dem Namen „crimeic“ geplant und mithilfe ihrer Kooperationspartner praktisch umgesetzt. Dazu sind erstmals in Deutschland zehn Studierende der Polizeiakademie Niedersachsen als ehrenamtliche Vollzugshelfer mit zehn Inhaftierten der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel durch ein E-Mail-Programm verbunden worden. Während der dreimonatigen Pilotphase wurden Häufigkeitsdaten erhoben, um die Themenschwerpunkte der geführten Begleitung eingrenzen zu können. Die persönlichen Eindrücke und Kritiken der Projektbeteiligten wurden abschließend in Form von strukturierten Interviews einbezogen, um das Projekt evaluieren und das erarbeitete theoretische Konzept verbessern zu können. Schlussendlich wird die Annahme der beiden Autoren bestätigt, dass eine Onlinebegleitung im Strafvollzug unter bestimmten Rahmenbedingungen realisierbar und praxistauglich ist. Das Buch soll als Grundlagenwerk dienen und zeigen, dass einer dauerhaften Etablierung der Onlinebegleitung im Strafvollzug aus rechtlicher wie technischer Sicht nichts entgegensteht.