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Opferobliegenheiten im Strafrecht

Eine systematische Untersuchung am Beispiel des § 177 Abs. 1 StGB
ISBN:
978-3-428-20045-0
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
16.11.2026
Reihe:
Schriften zum Strafrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
197
Ladenpreis
71,90 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
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Die Arbeit nimmt das Tatbestandsmerkmal der »Erkennbarkeit« in § 177 I StGB zum Anlass, Grund und Grenzen von Mitwirkungshandlungen des Opfers für die Strafbarkeit des Täters zu untersuchen. Ausgangspunkt ist der zivilrechtliche Obliegenheitsbegriff sowie die im Strafrecht breit diskutierte Rechtsfigur der Täterobliegenheit. Die dabei gewonnenen Ergebnisse werden anschließend auf die Person des Opfers übertragen. Es zeigt sich, dass das geltende Strafrecht neben § 177 I StGB mit § 123 I Alt. 2 StGB nur eine einzige weitere Norm kennt, die eine solche Opferobliegenheit normiert. Die Arbeit legt im Folgenden dar, auf welches verbrechenstheoretische Modell sich Opferobliegenheiten im Strafrecht zurückführen lassen. Auf dieser Grundlage lässt sich das Tatbestandsmerkmal der »Erkennbarkeit« so auslegen, dass zahlreiche in Rechtsprechung und Literatur diskutierte Probleme einer sachgerechten Lösung zugeführt werden können.
Biografische Anmerkung
From 2016 to 2022, Maximilian Wandel studied law at the Faculty of Law of the University of Freiburg and at the University of Zagreb, Croatia. After passing the First State Examination, he worked as a research associate at the Institute for Criminal Law, Criminal Procedure, and Legal Philosophy at the University of Freiburg, directed by Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Pawlik, LL.M. (Cantab.). He received his doctorate from the Faculty of Law there in 2026. Since April 2026, the author has been completing his legal clerkship at the Regional Court of Freiburg.