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Passports

Reisen zu meinem Vater
ISBN:
978-3-550-20429-6
Auflage:
1. Auflage
Verlag:
Ullstein Buchverlage
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
28.01.2027
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
208
Ladenpreis
24,70 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
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Über die Ungleichheit des Reiseprivilegs

Er ist sowohl Passierschein als auch Beleg für Zugehörigkeit: Der Reisepass ist ein Stück Papier, und doch bestimmt er, wie wir uns durch die Welt bewegen. Als Tochter einer deutschen Mutter in Hamburg aufgewachsen, verfügt Elisabeth Wellershaus selbstverständlich über einen Pass – nicht aber ihr Vater, der aus Zentralafrika nach Spanien migrierte und heute das Land, in dem er lebt, nicht verlassen kann. Ihr Verhältnis ist durch die Ungleichheit des Reiseprivilegs geprägt, das streng darüber bestimmt, wie und wo sie sich sehen können. Und so reist Elisabeth Wellershaus regelmäßig zu ihm.

Entlang einer erneuten Reise, die sie gemeinsam mit Mann und Kindern zu ihrem Vater unternimmt, denkt die Autorin darüber nach, wie Flucht, Migration und Tourismus ineinandergreifen. Sie führt sie an einen der südlichsten Punkte Europas und einen der nördlichsten Afrikas – zu Übergangsorten, an denen Menschen ohne Papiere scheitern und an denen sich entscheidet, was Reisen heute bedeutet. Wer bewegt sich frei durch die Welt? Wer bestimmt über die Beweglichkeit der anderen? Und wie lässt sich eine Zukunft denken, die Grenzen überwindet? 

Biografische Anmerkung

Elisabeth Wellershaus, in Hamburg geboren, ist Autorin und Journalistin und beschäftigt sich mit den Themen Feminismus, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Unter anderem schreibt sie für die Zeit, taz, Spiegel und das Amnesty Journal, war Jurymitglied des Internationalen Literaturpreises (HKW) und arbeitete als Redakteurin für Le Monde diplomatique, das Kunstmagazin Contemporary And und die feministische Kolumne »10nach8« bei Zeit Online. Ihr Buch Wo die Fremde beginnt war 2023 für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert. Wellershaus lebt und arbeitet in Berlin.