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Personelle Strafgewalt

Ein Plädoyer für das Domizilprinzip im Lichte grenzüberschreitender Migration
ISBN:
978-3-16-159541-7
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
17.11.2020
Autoren:
Reihe:
Studien und Beiträge zum Strafrecht
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
479
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Das Staatsangehörigkeitsprinzip stellt nach dem Territorialitätsprinzip das bedeutendste völkerrechtliche Geltungsprinzip dar. In Anwendung dieses Prinzips und unter Berufung auf eine besondere tatsächliche Nähebeziehung beansprucht der deutsche Gesetzgeber traditionell Strafgewalt über Auslandstaten durch und gegen eigene Staatsangehörige. Angesichts weitreichender Migrationsbewegungen wird der Annahme einer besonderen Nähebeziehung aber zunehmend der Boden entzogen und es drängt sich die Frage auf, ob die Anknüpfung an die Staatsangehörigkeit heute noch zeitgemäß ist. Nicola Beyer plädiert für die Aufgabe des Staatsangehörigkeitsprinzips unter Hinwendung zu einem eng konzipierten Domizilprinzip. Dazu betrachtet sie eingehend das Völkerrecht und wendet sich anschließend verfassungs- und unionsrechtlichen Fragestellungen zu, wobei sie weder rechtsgeschichtliche Entwicklungen noch intra- und interdisziplinäre Bezüge aus dem Blick lässt.
Biografische Anmerkung
Geboren 1989; Studium der Rechtswissenschaften und Fachspezifische Fremdsprachenausbildung im Common Law an der Universität Münster; Wissenschaftliche Mitarbeiterin am dortigen Institut für Kriminalwissenschaften; 2019 Promotion; seit 2019 Rechtsreferendarin im OLG-Bezirk Hamm, u. a. mit einer Station an der Deutschen Botschaft in Seoul (Südkorea).