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Personen, Institutionen, Prozesse

Fachgeschichtliche Beiträge zur Kommunikationswissenschaft und Medienforschung
ISBN:
978-3-86962-005-3
Verlag:
Herbert von Halem Verlag
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.01.2010
Autoren:
Reihe:
Theorie und Geschichte der Kommunikationwissenschaft
Format:
Buch
Seitenanzahl:
256
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Auch ›Spätkömmlinge‹ werden älter und damit zunehmend Objekte der Historisierung. Wenn derartiges im menschlichen Leben generell gilt, so trifft dies nicht weniger auch auf wissenschaftliche Disziplinen im Allgemeinen und auf die deutsche Publizistik- und Kommunikationswissenschaft im Besonderen zu. Jedenfalls drängt sich mit wachsendem Abstand der Jahrzehnte immer mehr die Frage auf, wie diese Wissenschaft entstanden ist und wie sie sich entwickelt hat. Die Fachgeschichte ist mittlerweile zum Gegenstand von verschiedenen Veranstaltungen und Publikationen geworden. Dabei sind manche dieser Publikationen aus einer systematischen Beschäftigung erwachsen, andere sind eher beiläufig, umständehalber oder ad hoc entstanden. Letzteres gilt für die in diesem Band versammelten Beiträge. Ohne die Fachgeschichte als einen eigenen Schwerpunkt der eigenen wissenschaftlichen Arbeit zu betreiben, hat Jürgen Wilke im Laufe von zwei Jahrzehnten – zum Teil als Auftrag – eine Reihe einschlägiger Beiträge geschrieben, die sich retrospektiv zu einer ganzen Gruppe fügen. Zum Teil an entlegener Stelle publiziert, rechtfertigen sie eine zusammenfassende Publikation, und zwar unter einem Titel, der drei Aspekte der Fachgeschichte in den Blick nimmt: Personen, Institutionen und Prozesse. Wohl mag fraglich sein, ob man die hier behandelten Personen allesamt der Fachgeschichte im engeren Sinne zurechnen kann. Doch haben sie jeweils aus ihren Funktionen heraus bestimmte wissenschaftliche Beiträge zur Kommunikationswissenschaft und Medienforschung geliefert. Die Bildung einer eigenen Disziplin erforderte über Personen hinaus aber die Institutionalisierung. Und Personen wie Institutionen haben Prozesse der wissenschaftlichen Entwicklung initiiert und vorangetrieben.