Politische Justiz
ISBN:
978-3-86393-094-3
Verlag:
CEP Europäische Verlagsanstalt
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
13.08.2020
Herausgeber:
Bearbeiter:
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
766
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Politische Justiz gilt als das Hauptwerk von Otto Kirchheimer (1905–1965). In der Übersetzung von Arkadij R. L. Gurland liegt das Standardwerk zur historischen und vergleichenden Analyse der politischen Justiz und dem Wandel der Rechtsstaatlichkeit jetzt wieder vor. Die korrigierte Neuausgabe schließt mit einer ausführlichen Darstellung der Editionsgeschichte von Politische Justiz sowie der werkbiografischen Hintergründe ab.
Biografische Anmerkung
Das umfangreiche Werk des deutsch-amerikanischen
Juristen, Verfassungstheoretikers
und Politikwissenschaftlers Otto Kirchheimer
(1905–1965) ist durch die politischen Konflikte
seit der Weimarer Republik, die Gründungs-
und Etablierungsphase der beiden
nach 1945 neu entstandenen deutschen
Teilstaaten und seine wissenschaftliche Umorientierung
von der Kritischen Rechtstheorie
der Weimarer Republik hin zur interdisziplinären
Politikforschung der Bundesrepublik
und der USA geprägt.
Kirchheimer, dem aufgrund seiner jüdischen
Herkunft die Zulassung als Anwalt entzogen
wurde, flüchtete zunächst nach Paris, wo
er u.a. für Pressedienste der sozialistischen
Emigration arbeitete. Im Winter 1937 gelang
die Weiterreise in die USA, wo er am Institute
for Social Research an der Columbia University
tätig war.
Ab 1943 war er Mitarbeiter in der Forschungsabteilung
des ersten amerikanischen
Geheimdienstes Office of Strategic Services
(OSS) in Washington D.C., die 1946 in das State
Department überführt wurde. Tagsüber analysierte
er dort die politischen Entwicklungen
im Nachkriegseuropa und an den Abenden
betrieb er seine eigenen wissenschaftlichen
Studien, die später in der Monografie Politische
Justiz kulminierten.
1954 wurde Kirchheimer Full Professor for
Political Science an der New School und lehrte
anschließend ab 1961 an der Columbia
University. Anfang der 60er Jahre bekleidete
er zudem die Fulbright-Professur an der Universität
Freiburg. Er starb 1965.









