Facebook Pixel

Präsenzlose Gesellschafterbeschlüsse

Eine vergleichende Untersuchung zum deutschen und französischen Recht
ISBN:
978-3-16-164815-1
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
21.07.2026
Reihe:
Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
403
Ladenpreis
101,80 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Lieferung in 3-4 Werktagen Versandkostenfrei ab 40 Euro in Österreich
Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.

Die Arbeit untersucht präsenzlose Gesellschafterbeschlüsse im deutschen und französischen Gesellschaftsrecht aus rechtsvergleichender Perspektive. Im Mittelpunkt steht das Spannungsverhältnis zwischen Flexibilität der Beschlussfassung, Wahrung der Teilnahmerechte und Sicherung der Beschlussbeständigkeit. Ausgangspunkt ist die These, dass beide Rechtsordnungen vor vergleichbaren Herausforderungen der Digitalisierung stehen, jedoch unterschiedliche rechtliche Lösungsansätze entwickelt haben, die Impulse für Rechtsfortbildung und Rechtsharmonisierung bieten können.
Die Untersuchung legt eine funktionale Methode des Rechtsvergleichs zugrunde und gliedert nach dem Grad der Gestaltungsfreiheit der jeweiligen Gesellschaftsform. Analysiert werden Gesellschaften mit weitgehender Gestaltungsfreiheit - insbesondere GbR, société civile, GmbH und société à responsabilité limitée - sowie Gesellschaften mit stärkerer gesetzlicher Bindung wie Aktiengesellschaft, société anonyme, Kommanditgesellschaft auf Aktien und société en commandite par actions. Für jede Gesellschaftsform werden unmittelbare und mittelbare Beschlussverfahren, Beschlussmängel sowie pandemiebedingte Sonderregelungen untersucht. Die Analyse zeigt, dass beide Rechtsordnungen häufig zu vergleichbaren Ergebnissen gelangen, dabei jedoch unterschiedliche dogmatische Wege beschreiten. Das französische Recht erweist sich teilweise als regelungstechnisch fortschrittlicher, etwa bei der digitalen Teilnahme an Hauptversammlungen und im reformierten Beschlussmängelrecht. Die Studie entwickelt zudem konkrete Vorschläge zur Harmonisierung des digitalen Gesellschaftsrechts.

Biografische Anmerkung

Vincent Stelzhammer (Von (Autor))
Geboren 1996; 2025 Promotion (Universität zu Köln und Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne);
Rechtsanwalt.