Facebook Pixel

Quantitative Rechtswissenschaft

ISBN:
978-3-16-200952-4
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
30.12.2026
Reihe:
Recht - Wissenschaft - Theorie
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
230
Ladenpreis
82,30 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Beim Kauf dieses Artikels handelt es sich um eine Vorbestellung. Der angegebene Preis kann sich gegebenenfalls noch ändern.
Updates zu dieser Vorbestellung erhalten?
Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
Der vorliegende Sammelband vereint unterschiedliche Ansätze einer quantitativen Rechtswissenschaft mit genuin rechtswissenschaftlichen Erklärungs- und Begründungszusammenhängen. Der leitende Gedanke ist, dass sich große Bestände empirischer Daten fruchtbar machen lassen, wenn empirische Methode und rechtswissenschaftliches Erkenntnisinteresse wechselseitig aneinander ausgerichtet werden. Einen gemeinsamen Ausgangspunkt bildet dabei das Forschungsprojekt Leibniz Linguistic Research into Constitutional Law samt dem dort entwickelten Korpus der Bundesverfassungsgerichtsrechtsprechung. Methodisch verbindet der Band Ansätze aus der Korpusforschung, Zitationsanalyse, mengenlogischen Vergleichsverfahren und Legal Argument Mining mit deren methodologischer und rechtstheoretischer Reflexion. Quantitative Ansätze können helfen, große Datenmengen, insbesondere stetig wachsende gerichtliche Entscheidungszahlen, für die Rechtswissenschaft erschließbar zu machen. Sie machen unterreflektierte Annahmen konventioneller Forschung überprüfbar und fordern zur Reflexion rechtswissenschaftlicher Gegenstandsbegriffe heraus. Die Beiträge des Bandes zeigen an exemplarischen Studien, unter welchen Bedingungen sich empirische Daten rechtswissenschaftlich fruchtbar operationalisieren lassen. Sie modellieren alternative Erklärungspfade gerichtlicher Entscheidungen, identifizieren argumentative Muster oder charakterisieren Selbstzitate von Gerichten. Zugleich zeigen sie, wie und wo quantitative Befunde juristisches Vorwissen und qualitative Interpretation voraussetzen und nicht für sich schon normative Schlussfolgerungen leisten. Der Band versammelt verschiedene Ansätze, Möglichkeiten und auch Grenzen, um rechtswissenschaftliche Untersuchungen durch quantitative Elemente erweitern zu können. Damit schafft er eine gemeinsame Grundlage für eine reflektierte Aufnahme quantitativer Methoden in den Rechtswissenschaften.
Biografische Anmerkung
Christoph Möllers (Herausgegeben von)
ist Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin ebenda.

Bent Stohlmann (Herausgegeben von)
ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.

Kilian Lüders (Herausgegeben von)
ist Promotionsstudent und assoziierter Forscher an der Humboldt-Universität Berlin und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Regensburg.