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Rechtliche Implikationen Profiling-basierter Preispersonalisierung

ISBN:
978-3-662-67451-2
Auflage:
1. Aufl. 2023
Verlag:
Springer Berlin
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
08.08.2023
Autoren:
Reihe:
Munich Studies on Innovation and Competition
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
317
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Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.

Dieses Open-Access-Buch untersucht, inwieweit Anbieter im Online-Vertrieb das technische Erkenntnisverfahren Profiling zum Zwecke der Preispersonalisierung einsetzen und welche rechtlichen Rahmenbedingungen dabei gelten. Preispersonalisierung liegt vor, wenn der Preis für ein Gut oder eine Dienstleistung an die Zahlungsbereitschaft des einzelnen Kunden angepasst wird. Dafür ist u.a. die zielgerichtete Verarbeitung personenbezogener Daten notwendig. Preispersonalisierung unterscheidet sich damit von dynamischen Preissetzungsmethoden, die bloßer Ausdruck von Angebot und Nachfrage sind. Entgegen weitverbreiteter Einschätzung kommen personalisierte Preise (noch) äußerst selten vor: Technische und wettbewerbliche Hindernisse schränken den Handlungsspielraum der Anbieter ein. Hinzu kommt, dass die individuelle Zahlungsbereitschaft situationsabhängig und oftmals irrational ist. Auch der Betroffene kann sie nicht immer konkret beziffern.

Der Schwerpunkt dieser wirtschaftsrechtlichen Untersuchung liegt auf dem Datenschutz- und dem Antidiskriminierungsrecht. Sie berücksichtigt zugleich wettbewerbs- und verbraucherschutzrechtliche Aspekte. Zudem entwickelt sie ein 3-stufiges Modell, welches einen eigenständigen methodischen Ansatz darstellt. Dies macht es möglich, Lebenssachverhalte im Kontext von Profiling und automatisierten Entscheidungen zu strukturieren und so einer rechtlichen Bewertung zugänglich zu machen. Die Untersuchung greift umfassend auf andere Disziplinen zurück, indem sie u.a. ökonomische, technische, empirische und psychologische Erkenntnisse berücksichtigt.

Das Buch untersucht, wie datenbasiertes Profiling und automatisierte Entscheidungen funktionieren, funktional miteinander zusammenhängen und reguliert sind. Im Anschluss analysiert es, wie Profiling genutzt werden kann, um im Online-Handel Preise zu personalisieren. Schließlich behandelt es die Frage, ob das geltende materielle Recht ausreichende Schutzmechanismen gegen Diskriminierung bereithält, die aus der Zugehörigkeit zu geschützten Gruppen resultiert und in einer systematischen preislichen Schlechterstellung zum Ausdruck kommt.

Biografische Anmerkung

Klaus Wiedemann; Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Würzburg und Heidelberg sowie am Trinity College Dublin (Irland); 2013 Erste juristische Prüfung (Heidelberg); Juristischer Vorbereitungsdienst am Landgericht Mosbach, u.a. mit Stationen bei Linklaters LLP (Frankfurt a.M.) und an der University of Oxford, Institute of European and Comparative Law (Großbritannien); 2015 Zweite juristische Staatsprüfung (Stuttgart); Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb (München); seit 2022 Wissenschaftlicher Referent ebenda; 2023 Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München.