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Rechtsprobleme der Lebendgewebespende zur Herstellung transplantierbarer Organoide, Organteile und künstlicher Organe

– Eine Untersuchung auf Grundlage des Transplantations- und des Arzneimittelgesetzes –
ISBN:
978-3-339-14786-8
Auflage:
Aufl.
Verlag:
Kovac, Dr. Verlag
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.03.2026
Autoren:
Reihe:
Medizinrecht in Forschung und Praxis
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
260
Ladenpreis
99,60 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
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Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
Die Organoidforschung ist ein vielversprechender Bereich der modernen Medizin. Organoide sind künstlich erzeugte, dreidimensionale Gewebemodelle aus Stamm- und Vorläuferzellen. Sie ermöglichen die vertiefte Erforschung verschiedenster Krankheiten und öffnen die Türen für neue Behandlungsmöglichkeiten. In Zukunft ist die Entwicklung transplantationsfähiger Organe möglich. Angesichts des stetig wachsenden Organmangels könnte diese Technologie künftig einen entscheidenden Beitrag zur Patientenversorgung leisten. Für die Herstellung von Organoiden ist die Entnahme menschlicher Zellen erforderlich. Die mit der Entnahme verbundenen rechtlichen Fragen bilden den Schwerpunkt dieser Arbeit. In einem ersten Schritt wird untersucht, ob das Transplantationsgesetz die Gewebeentnahme zur Organoidherstellung erfasst. Im Mittelpunkt steht die systematische Auseinandersetzung mit den Begriffen „Spende“, „Entnahme“ und „zum Zwecke der Übertragung“. Auch der Anwendungsbereich des Arzneimittelgesetzes wird an dieser Stelle geprüft. Nach Feststellung der Anwendbarkeit des Transplantationsgesetzes werden die Rechtsfolgen genauer in Betracht genommen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der fremdnützigen Gewebespende. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass die bestehenden Regelungen des Transplantations- und Arzneimittelgesetzes die Gewebeentnahme zur Organoidherstellung erfassen. Gleichzeitig bestehen jedoch, nach Auffassung der Autorin, Lücken. Insbesondere bei der Gewebespende durch einwilligungsunfähige Volljährige und minderjährige Personen bedarf es weitergehender Regelungen. Daher werden Vorschläge zur Anpassung des Transplantationsgesetzes entwickelt. Das Werk verbindet medizinische Entwicklungen mit zivil- und öffentlich-rechtlichen Fragen und verdeutlicht, welche rechtlichen Änderungen notwendig sind, um weitere Behandlungsmöglichkeiten im Interesse der Allgemeinheit zu entwickeln. Das Werk richtet sich sowohl an Juristinnen und Juristen, die Interesse am Medizin- und Transplantationsrecht haben, als auch an Forschende und Entscheidungsträger im Gesundheitswesen.