Revolution für das Leben
Autoritäre Tendenzen und massive Klimaveränderungen bedrohen die demokratischen Gesellschaften. Aber in den Zwischenräumen der katastrophalen Entwicklungen regt sich Widerstand. Aktivist*innen kämpfen gegen die Zerstörung von Leben – Zerstörung durch häusliche Gewalt, Grenzregime oder steigende Meeresspiegel. Die neuen Protestbewegungen von Extinction Rebellion bis hin zu den Frauenstreiks setzen an scheinbar unterschiedlichen Punkten an. In Eva von Redeckers Deutung wird jedoch eine gemeinsame Logik erkennbar. Wir erleben Ansätze einer Revolution, die die verheerende kapitalistische Ordnung stürzen könnte und unseren grundlegenden Tätigkeiten eine neue Form verspricht: Wir könnten pflegen statt beherrschen, regenerieren statt ausbeuten, teilhaben statt verwerten. Die erste philosophische Analyse des neuen Aktivismus.
Eva von Redecker, geboren 1982, ist Philosophin und freie Autorin. Sie war als Wissenschaftlerin in Berlin, New York und Cambridge tätig und forschte als Marie-Skłodowska-Curie-Fellow an der Universität von Verona zu Autoritarismus und Eigentum. Beiträge von ihr erscheinen u.a. in »Die ZEIT«, »Die Süddeutsche Zeitung«, »The Guardian« oder im »Philosophie Magazin«. Sie war »Metropolschreiberin Ruhr« und richtete u.a. am Schauspiel Köln und dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg vielbeachtete Gesprächsreihen aus. Bei S. FISCHER erschienen zuletzt der SPIEGEL-Bestseller »Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus« (2026), der für den NDR-Sachbuchpreis nominierte Essay »Bleibefreiheit« (2023) sowie »Revolution für das Leben. Philosophie der neuen Protestformen« (2020). Aufgewachsen auf einem Biohof, lebt sie heute im ländlichen Brandenburg.









