Schiedsinstitution und Schiedsparteien
ISBN:
978-3-428-19903-7
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
23.09.2026
Reihe:
Beiträge zum internationalen Handels- und Wirtschaftsrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
385
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Die Schiedsinstitution sowie ihr Verhältnis zu den Schiedsparteien bleiben in den §§ 1025 ff. ZPO unerwähnt. Die Autorin nimmt dies zum Anlass einer umfassenden Analyse, um unter anderem die Frage des Ob und der Voraussetzungen einer Haftung zu klären. Der Schiedsorganisationsvertrag ist nach deutschem Recht ein Vertrag sui generis, der mit Einreichung der Schiedsklage zustande kommt. Kollisionsrechtlich bestimmt die Arbeit das anwendbare Recht und den Gerichtsstand nach der Rom I-VO und Brüssel Ia-VO und zieht einen Vergleich mit dem US-Recht. Eine analoge Anwendung des Richterspruchprivilegs (§ 839 Abs. 2 S. 1 BGB) für Haftungsfragen lehnt die Autorin ab. Der rechtsvergleichende Blick in die USA zeigt, dass die dortige doctrine of arbitral immunity Schiedsinstitutionen nahezu vollständig von jeder Haftung freistellt. Die Autorin plädiert stattdessen de lege ferenda für eine limitierte gesetzliche Haftungsbeschränkung zum Schutz der Rechtskraft des Schiedsspruchs.
Biografische Anmerkung
Pauline Rinke studied law at the Friedrich Schiller University Jena. She subsequently worked there as a research assistant at the chair of Prof. Dr. Giesela Rühl, LL.M. (Berkeley), where she completed her doctoral thesis in the field of international arbitration law. In the course of her doctoral research, she undertook a research stay at Fordham University, New York. She completed her legal traineeship in the district of the Thuringian Court of Appeal. Since 2023, Pauline Rinke has been an associate at the boutique law firm WACH UND MECKES (Munich) specialising in litigation and arbitration.