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Schrumpfungen. Chancen für ein anderes Wachstum

Ein Diskurs der Natur- und Sozialwissenschaften
ISBN:
978-3-642-63529-8
Auflage:
Softcover reprint of the original 1st ed. 2000
Verlag:
Springer Berlin
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
16.10.2012
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
283
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Die Wälder wachsen noch Die Äcker tragen noch Die Städte stehen noch Die Menschen atmen noch Bertold Brecht Der Frühling kommt immer wieder, die Blätter entrollen sich, die Blüten entfalten sich und die Lämmer werden zu Schafen. Die Natur wächst. Die Winterstarre ist überwunden. Das geschrumpfte Leben entwickelt sich zu neuer Größe. Groß wer den setzt klein sein voraus. Wachsen braucht absterben. Schwellen braucht schrumpfen. Es ist unser Lebensrhythmus. Dieser Rhythmus hat Eingang gefun den in unsere Literatur und in die bildenden Künste. Wir sind vertraut mit unzäh ligen Metaphern filr dieses Lebenspulsen, für dieses stetige Auf und Ab. Die Kurse der Wertpapiere steigen. Die Wachstumsimpulse für die Wirtschaft werden herbeigesehnt. Das Bruttosozialprodukt muß wachsen. Die Steuereinnah men müssen wachsen. Die Steigerung von Umsätzen und Gewinnen wird zum Erfolgsmaßstab eines Unternehmens. Von Schrumpfen ist keine Rede. Allenfalls von Konsolidierungsphasen wird geredet. Wir sprechen von Reichtum, der keine Grenzen kennt. Wir leben in einer Wachstumsgesellschaft. Die Bevölkerung wächst, der Mangel an verbrauchten Ressourcen wächst, die Abfälle in Luft, Was ser und Boden wachsen.