Selbstgeldwäsche
ISBN:
978-3-428-19926-6
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
28.09.2026
Reihe:
Beiträge zum Internationalen und Europäischen Strafrecht - Studies in International and European Criminal Law and Procedure
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
182
Die Strafbarkeit der Selbstgeldwäsche (§ 261 Abs. 7 StGB) gehört zu den umstrittensten Entwicklungen des modernen Geldwäschestrafrechts. Mit ihrer Einführung hat der deutsche Gesetzgeber auf internationale Vorgaben reagiert und die Strafbarkeit auf bestimmte Handlungen des Vortäters ausgeweitet. Die Untersuchung zeichnet die Entwicklung der Selbstgeldwäsche im deutschen und internationalen Recht nach und analysiert die dogmatischen Grundlagen ihrer Kriminalisierung. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Selbstgeldwäsche als eigenständiges strafrechtliches Unrecht gerechtfertigt werden kann. Hierzu werden insbesondere die in Rechtsprechung und Literatur herangezogenen Schutzgüter – Wirtschaft, Finanzsystem, Rechtspflege und Wettbewerb – einer kritischen Prüfung unterzogen. Die Arbeit gelangt zu dem Ergebnis, dass die gegenwärtige Ausgestaltung der Strafbarkeit erhebliche Begründungsdefizite aufweist. Zugleich entwickelt sie Ansatzpunkte für eine präzisere rechtsgutsbezogene Begrenzung der Kriminalisierung der Selbstgeldwäsche und leistet damit einen Beitrag zur grundlegenden Diskussion über Legitimation und Reichweite ihrer Strafbarkeit.
Biografische Anmerkung
Jorge Gustavo Urquizo Videla is a Peruvian lawyer and holds an LL.M. from the University of Göttingen. He studied law at the Universidad Nacional Mayor de San Marcos in Lima and obtained his Ph.D. from the Faculty of Law at the University of Göttingen with a dissertation on self-laundering. He is a Research Assistant at the Chair of Prof. Dr. Dr. h.c. Kai Ambos (CEDPAL). His research focuses on criminal law, economic criminal law and international criminal law.