StellBG und B-VV Stellenbesetzungsgesetz und Bundes-Vertragsschablonenverordnung
Stellenbesetzung in der Staatswirtschaft rechtlich fundiert kommentiert
Zentral für die Stellenbesetzung im staatsnahen Unternehmensbereich werden das StellBG und die B-VV im umfassenderen System der weiteren einschlägigen Normen von Bund und Ländern erläutert. Für das Verständnis dieses Steuerungsprozesses im staatlichen Wirtschaftsbereich ist es geboten, der üblichen paragraphenweisen Kommentarstruktur eine Überblicks-, Detail- und Zusammenhangsdarstellung voranzustellen.
Mit der fachlich oder moralisch geeigneten Verwaltung staatlichen Vermögens seit 1945 verbunden sind die Begriffe „Proporz“ und „Postenschacher“, welche medial, in Rechnungshofberichten, in der Judikatur und Literatur ihren Niederschlag gefunden haben und finden.
Trotz des Willens und der Textierung des Gesetzgebers ab 1998 ist das Ziel eines objektiven, transparenten und nachvollziehbaren Leitungsorgankreationsverfahrens in der Staatswirtschaft (noch) nicht erreicht.
Zahlreiche Hinweise sowie Vorschläge werden für einerseits die maßgeblichen Player der Bestellendenkette, die „politischen Spitzen“, die entsprechende Beteiligungsverwaltung, den Aufsichtsrat, befasste Personalberatungsunternehmen und die Mitglieder der Hearing-Kommission geboten; sowie andererseits für Personen, die sich für Positionen bewerben, und deren Rechtsberatung.
Highlights des Werks
- Staatswirtschaft: (Rechts-)Historische und gesellschaftliche Einordnung der gesetzlichen Grundlagen und der faktischen Umsetzung der Leitungsorganbestellung seit 1945
- Transparenz: Bezüge der staatlichen Führungsauswahl zum IFG
- Rechnungshof: Zahlreiche Berichte zur einschlägigen Kontrolle der Staatswirtschaft aller Gebietskörperschaftsebenen durch das oberste Kontrollorgan
- Administratives soft law: Markante Beispiele für „neue“ Regelungspraktiken neben dem „Kelsenschen“ System
Dr. Andreas Thomasser
Jurist, Lehrender, Betriebsrat, Gewerkschafter, Offizier und Landwirt befasst sich seit Jahrzehnten vor allem aus juristischer und soziologischer Sicht mit dem Themenbereich „Wie gehen Menschen mit Menschen um?“. In verschiedenen Publikationen beschäftigt er sich mit dem Ineinanderwirken von „Staat“ und „Wirtschaft“ und hierbei im Speziellen mit dem Sektor der sogenannten „staatsnahen Wirtschaft“. Das Verhältnis „Individuum und Kollektiv“ war bereits Thema seiner Dissertation im Verbands- bzw Vereinsrecht und ist auch ein zentraler Aspekt beim nun vorgelegten Werk zur Führungsauslese; desgleichen geht es ihm in seinen Texten um Erscheinungen des Devianten.
FH.-Prof. Mag. Dr. Peter Reininghaus
verfügt über umfangreiche Managementexpertise durch seine bisheri-gen Funktionen als Geschäftsführer, Leiter für Finanzen, Personal, Recht und auch Revision in vornehmlich staatseigenen Unternehmen. Insbesondere sein jahrzehntelanger Erfahrungshintergrund als Mitglied in zahlreichen (unternehmens-)politisch unterschiedlich besetzten Hearing-Kommissionen waren gleichermaßen Inspiration und Ansporn für die vertiefte Auseinandersetzung mit den Stellenbesetzungsnormen.