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(Teil-)Föderalisierung der Erbschaft- und Schenkungsteuer

Folgenabschätzung einer föderalen Freigabe der Immobilienbewertung, der persönlichen Freibeträge und des Steuertarifs im Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht
ISBN:
978-3-662-74050-7
Verlag:
Springer Berlin
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
29.08.2026
Reihe:
MPI Studies in Tax Law and Public Finance
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
361
Ladenpreis
54,99 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
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Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.

In jüngerer Zeit werden immer mehr Rufe laut, die in Deutschland bundeseinheitlich geregelte Erbschaftsteuer zu "föderalisieren", d.h. wesentliche Teile der Gesetzgebung in die Hoheit der Bundesländer abzugeben. Neben der dazu geführten politischen Diskussion ist in einem Normenkontrollverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht die Frage gestellt worden, ob der Bund insoweit überhaupt die konkurrierende Gesetzgebungshoheit beanspruchen kann. Dafür ist Voraussetzung, dass die Wahrung der Rechts- und Wirtschaftseinheit in Deutschland eine solche Einheitsregelung erfordert, obwohl das Aufkommen der Steuer ausschließlich den Bundesländern zusteht.

Das vorliegende Open Access Werk ist die (leicht abgeänderte) Fassung einer Studie, die das Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen auf eine Anfrage des Bundesverfassungsgerichts erstellt hat und die – erstmals aus der Sicht des deutschen Erbschaftsteuerrechts – im Detail der Frage nach den rechtlichen und fiskalischen Konsequenzen einer solchen Föderalisierung nachgeht. Behandelt werden sowohl verfassungsrechtliche Grundfragen als auch Implikationen für das innere System des deutschen (Erbschaft-)Steuerrechts. Auf rechtsvergleichender Basis erfolgt außerdem eine Abschätzung der ökonomischen Folgen einer föderalisierten Erbschaft- und Schenkungsteuer, insbesondere mit Blick auf die zu erwartenden Reaktionen der Steuerpflichtigen, etwa in Form inländischer Wanderungsbewegungen bzw. Vermögensverlagerungen, und einen möglichen innerdeutschen Erbschaftsteuerwettbewerb zwischen den Bundesländern. Beleuchtet werden schließlich auch mit der Föderalisierung einhergehende Komplexitätssteigerungen bei der Gestaltung der Vermögensnachfolge sowie bei der – verfassungsrechtlich gebotenen – Integration einer föderalisierten Erbschaft- und Schenkungsteuer in das System des bundesstaatlichen Finanzausgleichs.

Biografische Anmerkung

Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Schön ist Direktor am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen und leitet dort die Abteilung für Unternehmens- und Steuerrecht. Er ist Honorarprofessor an der juristischen Fakultät der LMU München. Nach Studium und Promotion in Bonn habilitierte er sich 1992 und übernahm Professuren in Bielefeld und später in Bonn, bevor er 2002 als wissenschaftliches Mitglied und Direktor in die Max-Planck-Gesellschaft berufen wurde. Er arbeitet zum deutschen, europäischen und internationalen Privat-, Unternehmens- und Steuerrecht, ist Mitherausgeber zahlreicher Fachzeitschriften und war Gastprofessor an verschiedenen Universitäten in Europa und Nordamerika. Er war Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft und Vorsitzender der vom BMF einberufenen Expertenkommission „Vereinfachte Unternehmensteuer“.

Dr. Fabian Kratzlmeier LL.M. ist wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen. Er studierte Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München, der McGill University und der Universität Regensburg, wo er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war, ehe er nach der Promotion und einem LL.M.-Graduiertenstudium an der University of Chicago 2023 an das Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen wechselte. Dort forscht er zum deutschen, europäischen und internationalen Privat-, Gesellschafts-, Insolvenz- und Steuerrecht, mitunter zu Fragen des föderalen und internationalen Wettbewerbs der Rechtsordnungen. Als Lehrbeauftragter unterrichtet er Handels-, Gesellschafts- und Insolvenzrecht an der Universität Regensburg und der Ludwig-Maximilians-Universität München.