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The interests of justice

Eine Untersuchung des Begriffs "Interessen der Gerechtigkeit" in Art. 53 Rom Statut des Internationalen Strafgerichtshofs
ISBN:
978-3-428-19912-9
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
02.09.2026
Autoren:
Reihe:
Beiträge zum Internationalen und Europäischen Strafrecht - Studies in International and European Criminal Law and Procedure
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
427
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Die Arbeit untersucht die bislang ungeklärte Frage, wann eine Strafverfolgung schwerster Völkerrechtsverbrechen gem. Art. 53 Rom Statut ausnahmsweise nicht im »Interesse der Gerechtigkeit« liegen kann. Anlass ist die umstrittene Afghanistan-Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs aus 2019, in der erstmals Ermittlungen aufgrund mangelnder Erfolgsaussichten unter Berufung auf die fehlenden Interessen der Gerechtigkeit untersagt wurden. Die Autorin analysiert die bisherige Rechtsprechung und Praxis der Anklagebehörde, beleuchtet mittels der klassischen Vertragsauslegung wissenschaftliche Ansätze und entwickelt schließlich eine eigene Konkretisierung des Begriffs. Im Fokus stehen u.a. alternative Formen der Konfliktbewältigung, die »peace versus justice«-Debatte sowie die vom Ankläger vorzunehmende Interessenabwägung. Zudem behandelt die Arbeit das Ermessen der Anklagebehörde bzgl. der Interessen der Gerechtigkeit sowie die gerichtliche Kontrolle einer entsprechenden Entscheidung.
Biografische Anmerkung
Sophia Lieder studied law at the University of Bonn from 2014 to 2020. During this time, she worked as a student assistant at the Chair of Prof. Dr. Dr. Di Fabio. She passed her first state examination in 2020 at the Higher Regional Court of Cologne and began her doctoral research that same year. While receiving doctoral funding from the Studienstiftung des deutschen Volkes, Sophia Lieder worked as a research assistant at the Chair of Prof. Dr. Stuckenberg. In 2025 she received her doctoral degree and passed her second state examination in the Karlsruhe Higher Regional Court district. Sophia Lieder has been working as a public prosecutor since May 2026.