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Überreichtum und Todesangst

Der Griff der Tech-Milliardäre nach Unsterblichkeit. Ein Essay
ISBN:
978-3-593-52007-0
Verlag:
Campus
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
27.08.2026
Autoren:
Bearbeiter:
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
232
Ladenpreis
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Tech-Milliardäre wie Elon Musk, Jeff Bezos oder Peter Thiel sind überreich und haben enorme Macht in der Gesellschaft. Doch sie wollen auch gottgleich sein und unsterblich werden. Für mächtige Überreiche scheint der Tod die ultimative narzisstische Kränkung zu sein. Denn so werden Arme und Reiche gleich – unabhängig von ihrem Vermögen und ihrer Macht zu Lebzeiten. Mittels Investitionen in die florierende Langlebigkeitsindustrie versuchen sie, profanes Gewinnstreben und Träumereien vom persönlichen Weiterleben zu verbinden. Dies erhöht ihr Vermögen und ihre Macht weiter und erschwert dem Rest ein menschenwürdiges Leben. Doch das Streben der Überreichen ist begrenzt durch ein narzisstisches Verlangen nach Gottähnlichkeit, hinter dem sich Todesangst versteckt. Martin Schürz untersucht den Zusammenhang zwischen einer exzessiven Vermögenskonzentration und dem Unsterblichkeitsstreben der Tech-Milliardäre, basierend auf sozialpsychologischen Ansätzen und Sigmund Freuds Überlegungen zum Tod. Sein Plädoyer: Überreichtum muss beendet werden, damit alle Menschen in Freiheit über den Sinn in ihrem endlichen Leben befinden können.
Biografische Anmerkung
Martin Schürz ist Ökonom und Psychotherapeut. Er arbeitet im Ambulatorium »die Boje« mit komplex traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Als Ökonom forscht er seit mehr als 25 Jahren zu Vermögensungleichheit. Er ist Gruppenleiter des Economic Microdata Lab im Forschungsreferat der Österreichischen Nationalbank. 2015 erhielt er den Progressive Economy Award des Europäischen Parlaments (gemeinsam mit Pirmin Fessler). Für sein Buch »Überreichtum«, erschienen 2019 bei Campus, erhielt er den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch. Bei Zsolnay erschien 2022 sein Buch »Angst und Angstmacherei. Für eine Wirtschaftspolitik, die Hoffnung macht« (gemeinsam mit Markus Marterbauer).