Facebook Pixel

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir möchten Sie vorab informieren, dass unser Lager vom 24. Dezember 2025 bis einschließlich 1. Januar 2026 geschlossen bleibt.
In diesem Zeitraum sind keine Auslieferungen möglich.
Bitte beachten Sie zudem, dass aufgrund der Feiertage auch unsere Bestellabteilung und der Kundenservice nur eingeschränkt erreichbar sind. Es kann daher zu Verzögerungen bei der Bearbeitung Ihrer Anliegen und bei Auslieferungen kommen.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Kooperation und wünschen Ihnen frohe Feiertage sowie ein besinnliches Fest.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr LexisNexis-Verlagsteam

Urteilen

Elemente von Kants reflektierender Urteilskraft in Savignys Lehre von der juristischen Entscheidungs- und Regelfindung (Savignyana. Texte und Studien. Hrsg. von Joachim Rückert. Band 4)
ISBN:
978-3-465-03010-2
Auflage:
1., Aufl.
Verlag:
Klostermann, Vittorio
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.01.1999
Autoren:
Reihe:
Studien zur Europäischen Rechtsgeschichte
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
288
Ladenpreis
55,60EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Lieferung in 3-4 Werktagen Versandkostenfrei ab 40 Euro in Österreich
Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
In seiner Jugendzeit hegt Savigny (1779-1861), von dem man sagt, er habe schon als Zwanzigjähriger „sein ganzes künftiLeben gleichsam vorahnend festgelegt", den Wunsch, „ein Kant der Rechtsgelehrsamkeit zu werden". Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Zeugnisse, denen sich entnehmen läßt, daß Savigny maßgeblichen Werken Kants, etwa dessen Moral- und Rechtslehre, ablehnend gegenüberstand. Ein Widerspruch? Die auf Kant folgenden Generationen der Goethezeit und Frühromantik waren dessen apriorischen Gesetzgebungen vornehmlich distanziert, bisweilen sogar mit offener Zurückweisung begegnet. Dagegen haben sie Kants Lehre von der reflektierenden Urteilskraft mit großer Begeisterung aufgenommen. Man bemängelte allerdings, daß Kant den Anwendungsbereich der reflektierenden Urteilskraft auf die Ästhetik beschränkt wissen wollte. Daher haben namhafte Autoren um die Wende zum 19. Jahrhundert die Forderung nach einer Erweiterung der Lehre vom Reflexionsurteil auf Gebiete außerhalb der Ästhetik, etwa auf Moral oder Politik, erhoben. Mit Bezeichnungen wie „anschauende Urteilskraft" oder „intellectuale Anschauung" suchte man den interdisziplinären Charakter dieser Lehre zu erweisen. Auch der junge Savigny hat in dieser Zeit zahlreiche Versuche unternommen, außerästhetische Probleme mit den Mitteln der Ästhetik zu behandeln. In dieser Studie soll nun gezeigt werden, daß Savignys methodologisches Denken vor dem geistesgeschichtlichen Hintergrund einer Epoche zu verstehen ist, die an Kant anknüpfte, um mit Kant über die Grenzen hinauszugehen, die dieser zwischen den einzelnen Gebieten seiner Kritik des menschlichen Wissens errichtet hatte.