Verhandlungsmanagement als organisationale Kompetenz in der öffentlichen Verwaltung
ISBN:
978-3-339-14966-4
Auflage:
Aufl.
Verlag:
Kovac, Dr. Verlag
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.05.2026
Reihe:
Schriftenreihe Innovative Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
244
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Die öffentliche Verwaltung steht vor der Herausforderung, komplexe und oft konfliktreiche Aufgaben in einem dynamischen Umfeld zu bewältigen. Zusammenarbeit über Ressort-, Ebenen- und Sektorengrenzen hinweg ist dabei zur zentralen Voraussetzung wirksamen Verwaltungshandelns geworden. Verhandlungen spielen in diesem Kontext eine Schlüsselrolle: Sie sind ein zentrales Instrument zur Koordination komplexer Abstimmungs- und Kooperationsprozesse – sowohl gegenüber externen Stakeholdern als auch innerhalb der Verwaltung.
Trotz dieser hohen Relevanz werden Verhandlungen in der Verwaltungspraxis bislang häufig nicht systematisch unterstützt. Während Unternehmen gezielt Strukturen, Prozesse und Instrumente für erfolgreiches Verhandeln entwickeln, bleibt der Kompetenzaufbau in Behörden oft individuell und unsystematisch. Gleichzeitig zeigen Studien, dass ein strukturiertes Verhandlungsmanagement den Verhandlungserfolg deutlich steigern kann – und der Bedarf an organisationaler Unterstützung hoch ist.
Vor diesem Hintergrund konzeptualisiert die Arbeit Verhandlungsmanagement als organisationale Kompetenz der öffentlichen Verwaltung und untersucht erstmals empirisch dessen Ausprägung in der deutschen Ministerialverwaltung. Auf Grundlage einer Mixed-Methods-Studie werden der Status quo sowie zentrale Defizite sichtbar und konkrete, kontextsensible Maßnahmen zur systematischen Unterstützung von Verhandlungen entwickelt. Diese berücksichtigen die spezifischen Rahmenbedingungen der öffentlichen Verwaltung – insbesondere politische Sensibilität, institutionelle Komplexität und die Vielfalt von Verhandlungssituationen.
Das Buch verbindet wissenschaftliche Fundierung mit praktischer Anwendbarkeit und bietet ein evidenzbasiertes Modell, das Behörden dabei unterstützt, Verhandlungskompetenz gezielt aufzubauen, zu steuern und nachhaltig zu verankern. Es richtet sich an Führungskräfte, Praktikerinnen und Praktiker sowie an die verwaltungswissenschaftliche Forschung gleichermaßen.