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Verjährungshemmung durch Rechtsverfolgung im Ausland

ISBN:
978-3-16-200589-2
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
31.10.2026
Autoren:
Reihe:
Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
380
Ladenpreis
97,70 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
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Die Studie untersucht die verjährungshemmende Wirkung von Rechtsverfolgungsmaßnahmen im Ausland nach deutschem Recht. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass bei grenzüberschreitenden Sachverhalten Verjährungs- und Verfahrensrecht auseinanderfallen können. Daraus ergibt sich die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen ausländische Verfahrenshandlungen die in § 204 Abs. 1 BGB geregelten Tatbestände - etwa Klageerhebung, Streitverkündung oder Mahnbescheid - funktional ersetzen können. Im Zentrum steht damit das Institut der Substitution als klassische Fragestellung des internationalen Privatrechts. Ziel ist es, die unübersichtliche Diskussion zu ordnen und die Gegenüberstellung von Anerkennungs- und Substitutionstheorie zu widerlegen. Zugleich leistet die Arbeit einen Beitrag zur Diskussion über Zwecke der Verjährung.
Nach einer Analyse der Ursachen im internationalen Privat- und Zivilverfahrensrecht, insbesondere der Qualifikation der Verjährung und fehlender einheitlicher Lösungen, behandelt der zweite Teil die dogmatische Einordnung als Substitutionsproblem sowie deren verfassungsrechtliche Grundlagen. Darauf aufbauend werden die Funktionen von Verjährung und Hemmung herausgearbeitet. Diese dienen als Maßstab für die Konkretisierung der Substitutionsvoraussetzungen. Im Hauptteil wird zwischen dem „Ob" und dem „Wie" der Hemmung unterschieden, insbesondere hinsichtlich Zeitpunkt sowie persönlicher und sachlicher Reichweite. Abschließend werden Gleichwertigkeitskriterien systematisiert und anhand rechtsvergleichender Beispiele veranschaulicht, einschließlich der Hemmungswirkung ausländischer Sammelklagen im Lichte von § 204a BGB.

Biografische Anmerkung
Geboren 1994; Studium der Rechtswissenschaft in Passau; 2018 Erste Juristische Prüfung; Rechtsreferendariat im Bezirk des OLG München; 2021 Zweite Juristische Staatsprüfung; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung der Ludwig-Maximilians-Universität München; Notarassessor in Bayern.