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Verschleppte Eröffnung von Insolvenzverfahren

Zur unzulässigen Verlängerung von Insolvenzeröffnungsverfahren unter besonderer Berücksichtigung der Insolvenzgeldvorfinanzierung
ISBN:
978-3-16-155930-3
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
19.04.2018
Autoren:
Reihe:
Veröffentlichungen zum Verfahrensrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
343
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Zwischen Insolvenzantrag und Verfahrenseröffnung vergehen bei Unternehmensinsolvenzen regelmäßig mehrere Monate. Eine umfangreiche statistische Untersuchung belegt diese Erkenntnis. Praktischer Hintergrund dieses Phänomens ist insbesondere der finanzielle Anreiz der Insolvenzgeldvorfinanzierung. Um diese Liquiditätsquelle im Eröffnungsverfahren vollständig nutzen zu können, wird die Entscheidung über den Insolvenzantrag oftmals "verschleppt". Johannes Richter zeigt, welche Vorteile dieses Vorgehen haben kann, aber auch, wie vielfältig und problematisch die Konsequenzen der Verfahrensverzögerung sind. Im Ergebnis erscheint eine Abkehr von der bislang kaum kritisierten Praxis rechtlich und ordnungspolitisch geboten. Ein solcher Ansatz bringt praktische Herausforderungen mit sich, bietet aber auch die Chance, eine echte Sanierungskultur zu fördern.
Biografische Anmerkung
Geboren 1987; Studium der katholischen Theologie und Germanistik an der Universität Bochum; 2009 Bachelor of Arts; Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Bonn und der York Law School; 2014 Erstes Juristisches Staatsexamen; 2017 Promotion; 2019 Zweites Juristisches Staatsexamen; 2024 Habilitation; Akademischer Rat am Institut für deutsches und internationales Zivilverfahrensrecht; Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Bonn und Heidelberg.