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Wohnungsbau in Deutschland: Bedarf und Erleichterung

Den eingefrorenen Wohnungsmarkt auftauen.
ISBN:
978-3-939268-83-3
Verlag:
Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
26.03.2026
Reihe:
Bauforschungsberichte
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
112
Ladenpreis
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Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
„Gefangen im Bestand“ so lautet richtigerweise der Titel einer Studierendenarbeit im Modul Wohngebäudeportfolio im Fachgebiet Nachhaltiger Wohnungsbau an der Technischen Hoch-schule in Lübeck im Januar dieses Jahres. „Gefangen im Bestand“ bedeutet Stillstand auf dem Wohnungsmarkt und das eigentlich in den meisten Regionen. Der Remanenz-Effekt hat zugeschlagen, in den Großstädten bleiben die unfreiwilligen „Nest-Hocker“-Kinder bei den Familien wohnen, weil es Studien- oder Arbeitsplatznah keinen günstigen Wohnraum für junge Menschen gibt, und im ländlichen Raum bleiben die älteren Menschen in den „Empty-Nestern“ wohnen, weil für sie kein Angebot bezahlbaren und angemessenen Wohnraums im gewohnten Quartier vorhanden ist. Nur bedarfsgerechter und regional-spezifischer Neu- oder Umbau von Wohnraum kann dieses Problem lösen. Je nach Schätzung fehlen aktuell mindestens 600.000 bis 800.000 Wohnungen in Deutschland. Vieles, von dem tatsächlich vorhandenen, aber entweder in schwierigen Regionen be-findlichen oder strukturellen Leerstands im Wohngebäudebestand, steht dem Markt über-haupt nicht mehr zur Verfügung. Der Anteil der überbelegten Wohnungen steigt weiter drama-tisch an und auch die bestgemeinte Wohnraumförderung kommt kaum noch hinterher. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen. Es liest sich daher wie eine Ironie der Geschichte, dass Albert Sigrist im Jahr 1930 einen Zustandsbericht in seinem „Buch vom Bauen“ abgibt, der wortgleich und inhaltlich mit dem Zu-stand des Jahres 2026, also fast 100 Jahre später, übereinstimmt. Zum 17. Wohnungsbautag 2026 soll diese Studie einen Bericht über die aktuelle Situation auf dem Wohnungsmarkt liefern. Es gilt zum einen, die Entwicklung der Bevölkerung und die de-mografischen Auswirkungen für die nächsten Jahrzehnte zu beleuchten. Zum anderen ist auch die Entwicklung der Haushalte sowie die Nachfrage und der Bedarf zu betrachten. Es ist festzustellen, dass das Wohnungsangebot nicht hinterherkommt und etwas wie die sog. Re-serve des „Bauüberhangs“ mittlerweile ganz offensichtlich mit hohem Tempo verpufft. Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Bau- und damit die Bauwerkskosten weiterhin steigen. Es sind somit alle sinnvollen Maßnahmen gefragt, diese kurzfristig zu senken, um eine Grundlage für bezahlbaren Wohnraum auf baulicher Seite zu leisten. Deshalb ist es wichtig, sich mit den momentanen Initiativen einiger Bundesländer – dazu gehören Schleswig-Holstein, Hamburg aber auch Bremen, Bayern und Berlin – zu beschäftigen, die unterschiedliche Maßnahmen und Wege eingeleitet haben, aber die gleiche Zielsetzung verfolgen: Das Bauen wieder günstiger und bezahlbarer zu machen. Diese Studie soll einen Ausblick leisten, wie am erstarrten Wohnungsmarkt wieder mehr Umzugsbewegungen angeregt werden können, um uns aus der „Gefangenheit im Bestand“ zu befreien.