Wucherähnliche Verbraucherdarlehens- und Arbeitsverträge.
ISBN:
978-3-428-18419-4
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
08.12.2021
Reihe:
Schriften zum Bürgerlichen Recht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
277
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Maßgebliches privatrechtliches Instrument zur Äquivalenzkontrolle bei Austauschverträgen ist § 138 BGB. Wucher gemäß § 138 Abs. 2 BGB lässt sich jedoch nur selten beweisen. Das Reichsgericht, und ihm folgend der Bundesgerichtshof, griffen deshalb bereits früh auf das wucherähnliche Rechtsgeschäft als Fallgruppe des § 138 Abs. 1 BGB zurück. Insbesondere die Rechtsprechung zu Verbraucherdarlehensverträgen prägte das heutige Verständnis der Wucherähnlichkeit. Diese dogmatische Grundsteinlegung kann für die deutlich jüngere Diskussion um wucherähnliche Arbeitsverträge fruchtbar gemacht werden.
Wucherähnliche Verbraucherdarlehens- und Arbeitsverträge setzen mindestens ein Merkmal neben dem auffälligen Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung voraus. Entgegen der herrschenden Auffassung ist dies nicht die verwerfliche Gesinnung des Übervorteilenden, sondern die vertragsspezifische Schutzbedürftigkeit des Übervorteilten. Diese ist für jeden Vertragstypus gesondert zu ermitteln.
Biografische Anmerkung
Andreas Lutz studied law at the Johannes Gutenberg University Mainz and completed the First Legal State Examination in 2015. Afterwards, he obtained a Master of Laws (LL.M.) degree from Trinity College Dublin, Ireland, in 2016. His subsequent Legal Traineeship at the District Court in Mainz included stages at the Labour Court in Mainz and at a commercial law firm in Cape Town, South Africa. The Second Legal State Examination followed in late 2018. From early 2019 on, Andreas Lutz was an external doctoral candidate under Prof. Dr. Jürgen Oechsler at the University of Mainz until he was awarded a Ph.D. (Dr. iur.) in May 2021. Since April 2019 he has worked as a lawyer in Frankfurt am Main.









