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Ziviler Ungehorsam und rechtfertigender Klimanotstand

Zur Rechtfertigungsfähigkeit klimaaktivistisch motivierter Rechtsbrüche gem. § 34 StGB unter besonderer Berücksichtigung der Notstandslage und der Geeignetheit
ISBN:
978-3-428-19770-5
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
11.03.2026
Autoren:
Reihe:
Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
333
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Im Zuge der fortschreitenden Klimakrise polarisieren disruptive Klimaproteste. Dabei befasst sich die Arbeit mit der umstrittenen Frage, ob klimaaktivistischer Ungehorsam gemäß § 34 StGB gerechtfertigt sein kann.

Im Mittelpunkt stehen die Notstandslage und die Geeignetheit der Notstandshandlung. Klimawissenschaftliche Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Subsumtion der Klimakrise als gegenwärtige Notstandsgefahr. Unter Rückgriff auf ein gefahrspezifisches Geeignetheitsverständnis und empirische Protestforschung wird klimaaktivistischer Ungehorsam unter bestimmten Voraussetzungen als geeignete und erforderliche Notstandshandlung eingeordnet. Dass die Interessenabwägung regelmäßig zugunsten der bedrohten Rechtsgüter ausfällt, wird sodann dargelegt. Die sich aus der Angemessenheit ergebenden normativen Beschränkungen der Rechtfertigung werden schließlich unter Berücksichtigung der Charakteristika des zivilen Ungehorsams und der Defizite staatlicher Klimaschutzpolitik ausgelotet.

Biografische Anmerkung
Jana Wolf studied law at Ludwig Maximilian University in Munich, specialising in criminal justice, criminal defence and prevention, and passed her first state law examination in 2021. She then worked as a research assistant at the chair of Prof. Dr. Helmut Satzger in Munich, where she also completed her doctorate. Her dissertation was funded by a doctoral fellowship from the Friedrich Ebert Foundation. Since April 2025, she has been serving her legal clerkship in Munich.