Zu Tode transformiert
Alle reden von Veränderung. Aber wer riskiert seine eigene Position dafür?
Unternehmen starten Transformationsprogramme, gründen Innovationslabore und verkünden den nächsten Kulturwandel. Die Organisation ist beschäftigt. Der Kunde wartet. Und wer die entscheidenden Fragen stellt, bekommt einen Workshop.
Dr. Engelbert Wimmer und Ambrose Conroy kennen diesen Betrieb von beiden Seiten: als Berater und als Unternehmer. Ihre These ist unbequem: Die Transformierung zerstört die Transformationsfähigkeit. Programme binden Aufmerksamkeit, verschleißen Vertrauen und schützen jene Strukturen, die sie angeblich überwinden sollen.
Ihre Hauptdarsteller sind die Perückenträger. Modern im Vokabular, höfisch im Verhalten. Sie beherrschen die Inszenierung des Aufbruchs und das Handwerk der Beharrung. Ihre Bühne ist ein System, in dem Sichtbarkeit mehr zählt als Wertschöpfung und Absicherung mehr als Verantwortung. China Speed macht den Preis dieses Spiels sichtbar.
Dieses Buch ist ein Einspruch gegen eine Industrie, die Erneuerung als bestellbares Programm verkauft. Und ein Plädoyer für Menschen, die Kunden ernst nehmen, Raum für Neues schaffen und die Konsequenzen ihres Handelns tragen.
Die nächste Transformation ist schon geplant.
Wer trifft endlich eine Entscheidung?