Zur Auflösung des Spannungsverhältnisses zwischen Wissenschaftsfreiheit und Datenschutzgrundrecht im Kontext medizinischer Forschung
ISBN:
978-3-428-19761-3
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
29.04.2026
Reihe:
Schriften zum Gesundheitsrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
311
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Seit Jahren wird dem Datenschutzrecht vorgeworfen, medizinischen Fortschritt auszubremsen. Auf den ersten Blick stehen sich gegenläufige Interessen gegenüber: Während medizinische Forschung auf umfangreiche personenbezogene Daten angewiesen ist, schützt der Datenschutz diese. Tatsächlich bestehen Interdependenzen, da Forschung auf Vertraulichkeit angewiesen ist. Missbräuchliche Datenoffenlegungen gefährden sowohl den Betroffenenschutz als auch die gesellschaftliche Akzeptanz der Forschung. Als »Goldstandard« zur Auflösung dieses Spannungsverhältnisses zwischen Forschungsfreiheit und Datenschutz gilt die Einwilligung der Betroffenen. In der Praxis offenbart diese jedoch insbesondere bei der Sekundärnutzung von Daten erhebliche Defizite. Die Arbeit entwickelt daher bestehende Forschungsklauseln um flankierende Schutzmechanismen de lege ferenda fort. Ziel ist ein rechtssicherer Weg zur Weiternutzung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke ohne ausdrückliche Einwilligung.
Biografische Anmerkung
Anna Berry studied law at the University of Münster and completed her legal clerkship at the Regional Court of Münster. She worked for four years as a research associate at the Chair of Public Law and the Law of Digitalization under Prof. Dr. Thomas Wischmeyer at Bielefeld University, alongside pursuing her doctorate. She was subsequently awarded a scholarship for her doctoral studies by the Bielefeld Young Researchers Fund. Since 2025, she has been working as a research fellow at the National Institute for Public Administration Germany under the program leadership of Prof. Dr. Mario Martini.