Zur Kriminologie des Genozids – Handlungsmuster und Erklärungsansätze
ISBN:
978-3-7560-1262-6
Verlag:
Nomos
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
12.04.2024
Reihe:
Schriften zum Internationalen und Europäischen Strafrecht
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
839
Lieferung in 5-10 Werktagen
Versandkostenfrei ab 40 Euro in Österreich
Die Untersuchung erhellt die wiederkehrenden Vorgehensweisen und Ursachen des Genozids. Erreicht wurde dies durch Urteilsanalysen von acht Verfahren zu 25 Angeklagten vor internationalen Strafgerichtshöfen. Über alle untersuchten Genozide hinweg stechen die Faktoren Bedrohungsszenarien, Autorisierung und Dehumanisierung hervor. Es ist eine Eigenschaft des Genozids, dass sich die gesellschaftlich dominante Bevölkerungsgruppe – meist die Mehrheit – von der genozidalen Opfergruppe bedroht fühlt. Der Genozid wird in diesem Zusammenhang als „Bedrohungsabwehr“ eingesetzt. Sowohl die Bedrohungsassoziation als auch der Bedrohungsgrad werden verstärkt, indem auf die Andersartigkeit der Opfergruppe verwiesen wird, wonach sie von Natur aus nicht anders könne, als die dominierende Bevölkerungsgruppe anzugreifen.
Schlagwörter
Kriminologie
Holocaust
Völkerstrafrecht
genocide
Völkermord
Genozid
Internationaler Strafgerichtshof
Mehrheit
Handlungsmuster
international criminal courts
Autorisierung
dehumanization
authorization
majority
Andersartigkeit
Verfolgung von Minderheiten
Angeklagte
Dehumanisierung
Bedrohungsszenarien
patterns of action
Situational Action Theory
genocidal victim group
Bedrohungsgrad
genocidal factors
Bedrohungsassoziation
defense against threat
Genozidfaktoren
Bedrohungsabwehr
internationale Strafgerichtshöfe
defendants
threat association
threat scenarios
Vorgehensweisen
ad-hoc Tribunal









