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Credit Default Swap-Aktivismus

Eine ökonomische Analyse und rechtliche Bewertung der Einflussnahme von Credit Default Swap-Investoren auf Unternehmen
ISBN:
978-3-16-200276-1
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
14.04.2026
Autoren:
Reihe:
Schriften zum Unternehmens- und Kapitalmarktrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
449
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Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.

Vertragsparteien von Credit Default Swaps (CDS) beeinflussen zunehmend gezielt Unternehmen, auf die sich ihr CDS bezieht, um die Rentabilität ihrer Position sicherzustellen. Dieser Aktivismus wirkt sich nicht nur negativ auf die Kapitalmärkte aus, sondern erschwert auch die Restrukturierung von Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten. Julian Franke untersucht dieses Phänomen, indem er es in tatsächlicher Hinsicht aufarbeitet, ökonomisch analysiert und rechtlich bewertet. Im Fokus stehen das deutsche Zivilrecht und das unionsrechtliche Kapitalmarktrecht. Seitenblicke auf das US-amerikanische Recht bilden die Grundlage für ein umfassendes Verständnis der Regulierung des globalen CDS-Markts. Der Autor zeigt, dass CDS-Aktivismus größtenteils zu gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrtseinbußen führt und daher richtigerweise bereits nach geltendem Recht weitgehend untersagt ist. Er empfiehlt die Einführung eines Transparenzregimes für CDS-Positionen, um die Steuerungswirkung der privaten Rechtsdurchsetzung zu optimieren. Darüber hinaus sollte der Staat bestimmte Strategien des CDS-Aktivismus verbieten und das Verbot durchsetzen. Die rechtliche Bewertung wirft eine Reihe grundsätzlicher Fragen auf: Wie sind standardisierte, marktweit verwendete Verträge auszulegen? Welche Kooperationspflichten bestehen bei einer Unternehmensrestrukturierung? Wie sind selbst geschaffene innere Tatsachen insiderrechtlich zu behandeln? Wann sind Preise künstlich? Julian Franke nimmt sich dieser Debatten an und trägt so zu grundlegenden finanzrechtlichen Diskursen bei.
Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin 2025 im Fachgebiet Zivilrecht sowie dem Förderpreis 2025 der Stiftung Kapitalmarktrecht für den Finanzstandort Deutschland ausgezeichnet.

Biografische Anmerkung
Geboren 1995; Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und am Trinity College Dublin; 2019 Erste Juristische Prüfung; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht der Humboldt-Universität zu Berlin; Rechtsreferendariat am Kammergericht Berlin; 2025 Promotion und Zweite Juristische Prüfung.