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Das Elend der Geopolitik

ISBN:
978-3-9872200-2-9
Verlag:
Hamburger Edition, HIS
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
16.02.2026
Autoren:
Reihe:
Kleine Reihe
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
176
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Das Wort »Geopolitik« hat in den letzten Jahren eine steile Konjunktur erlebt. In nahezu allen Beschreibungen der internationalen Politik, besonders mit Bezug auf die Außenpolitik Russlands und der USA, findet es sich. Auch die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht von einer »geopolitischen Kommission«, die die Europäische Union nun bräuchte.

Klaus Schlichte zeigt, dass eine Auffassung internationaler Politik entlang der Kategorien und Denkweisen der »Geopolitik« ein intellektuelles Elend ist. Es wird den Strukturen und Herausforderungen internationaler Politik der Gegenwart nicht gerecht. Außerdem führt die »Geopolitik« ins Elend: Denn hinter dem Begriff, wie er gegenwärtig genutzt wird, verbirgt sich bloßes Machtstaatsdenken.

Der Vorwurf der Machtstaatspolitik wird zwar vor allem der russischen und US-amerikanischen Regierung gemacht, aber viele andere Regierungen folgen den Figuren eines neuen Souveränitätsdiskurses. So vermindern sie nicht nur die Chancen internationaler Zusammenarbeit, sondern gefährden den Frieden und die Möglichkeiten einer besseren Zukunft. Gibt es dazu Alternativen?