Facebook Pixel

Das Recht am eigenen Bild bei Minderjährigen

ISBN:
978-3-339-11810-3
Auflage:
Aufl.
Verlag:
Kovac, Dr. Verlag
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.11.2020
Autoren:
Reihe:
Schriften zum Persönlichkeitsrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
266
Ladenpreis
101,60 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Lieferung in 3-4 Werktagen Versandkostenfrei ab 40 Euro in Österreich
Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
Die Untersuchung behandelt die zivilrechtliche Problematik des Rechts am eigenen Bildnis der Minderjährigen, auch im Zusammenhang mit neueren technischen Entwicklungen. Als Rechtsgrundlagen wurden insbesondere das KUG mit seinen Voraussetzungen im Einzelnen behandelt und der Bereich der unerlaubten Handlungen, hier konkret die Verletzung des Rechts am eigenen Bild als Teil des Persönlichkeitsrechts. Gegliedert ist diese Prüfung nach dem Aufbauschema: Objektiver Tatbestand, Rechtswidrigkeit und Verschulden. Eine gewichtige Rolle spielt auch die Rechtsprechung, zunächst des BGH, der vor allem in den Urteilen zu Caroline von Monaco viele Einzelfragen angesprochen und entschieden hat, dann aber auch die Rechtsprechung des EuGH, die ihrerseits wieder auf den BGH zurückgewirkt hat, weil letzterer seine Auffassung zumindest teilweise hat verändern müssen. In tatsächlicher Hinsicht hat sich die Arbeit im Kern zunächst auf neue oder geänderte Bereiche konzentriert, insbesondere was die Person der Abgebildeten angeht: die Kinder von Prominenten, der Schutz von ungeborenen Kindern (Ultraschallaufnahmen im Mutterleib), unbegleitete Flüchtlingskinder. Erweitert wird der Blick hinsichtlich der Nutzungsfunktion des Rechts am eigenen Bild auch auf die Selfie-Aufnahmen und -veröffentlichungen nicht nur bei Selbstgefährdung sondern auch bei Fremdgefährdung innerhalb der eigenen Familien, wobei die Grenze eines Missbrauchs des Sorgerechts thematisiert wird. Schließlich wird analysiert, ob die minderjährigen Abgebildeten hinsichtlich Ausschlussfunktion und Nutzungsfunktion des Rechts am eigenen Bild ein Mitsprachrecht, ein Alleinentscheidungsrecht oder sogar ein Vetorecht besonders gegenüber den Eltern haben und Rechtsschutz geltend machen können. Im Ergebnis wird eine differenzierte Sichtweise vertreten, die vom Alter und der Reife der Kinder und Jugendlichen abhängt sowie von der Frage, ob die Bilder einen religiösen Bezug haben oder im Einzelfall den höchstpersönlichen Bereich berühren.