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Das Ungarnbild in der deutschen Literatur der fruehen Neuzeit

"Der Ungarische oder Dacianische Simplicissimus" im Kontext barocker Reiseerzaehlungen und Simpliziaden
ISBN:
978-3-03-910428-4
Verlag:
Peter Lang Group AG, International Academic Publishers
Land des Verlags:
Schweiz
Erscheinungsdatum:
03.12.2004
Reihe:
Beihefte zu Simpliciana
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
414
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Ungarn war in der frühen Neuzeit ein geteiltes und umkämpftes Land zwischen dem Osmanischen und dem Habsburgerreich. Die Medien versuchten, das Informationsbedürfnis im Deutschen Reich über die Beschaffenheit des Landes, die Lage seiner Bewohner, das bedrohliche Wanken dieser alten «Vormauer der Christenheit» zu befriedigen. Reiseberichte, illustrierte Flugblätter, Zeitungen, Druckgraphik, aber auch Romane in der Art des Simplicissimus von Grimmelshausen erfüllten diese Funktion. Dies gilt insbesondere auch für Georg Daniel Speer’s Roman Ungarischer oder Dacianischer Simplicissimus. Er wurde 1683, im Jahr der Belagerung Wiens durch die Türken, wie im picarischen Genre üblich, anonym publiziert. Aufgrund der Beschreibungen von Landschaften, Städten, Alltagsleben und Brauchtum des alten Ungarns ist er nicht nur ein bedeutendes Werk der ungarischen Volks- und Landeskunde, sondern formte auch nachhaltig die deutschen Vorstellungen von Ungarn. Dieser Roman und sein mediengeschichtlicher und imagologischer Kontext waren Gegenstand eines interdisziplinären ungarisch-deutschen Forschungsprojekts, dessen Ergebnisse hier vorgelegt werden.
Biografische Anmerkung
Die Herausgeber: Dieter Breuer, Professor an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, Lehr- und Forschungsgebiet: Neuere deutsche Literaturgeschichte.
Gábor Tüskés, Professor an der Universität Eger, Lehrstuhl für Vergleichende Literaturgeschichte, Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Institut für Literaturwissenschaft.