Der Rechtssatz "ne bis in idem" in den Prinzipienordnungen des Völkerrechts
ISBN:
978-3-428-19582-4
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
19.02.2026
Reihe:
Beiträge zum Internationalen und Europäischen Strafrecht - Studies in International and European Criminal Law and Procedure
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
1033
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Der Rechtssatz ›ne bis in idem‹ ist eine strafprozessuale Fundamentalnorm. Nahezu weltweit wird das Gebot der Einmaligkeit des Strafverfahrens in staatlichen Strafprozessordnungen grundsätzlich anerkannt. Diese Untersuchung widmet sich dem im Vergleich dazu erst kürzlichen Übergang des Rechtssatzes in die strafrechtsrelevanten Ordnungen des Völkerrechts. ›Ne bis in idem‹ wirkt dort auf drei Ebenen: als Schutznorm internationaler Menschenrechtsregime, als Zuständigkeitsregulator konkurrierender Strafgewalten sowie als Verfahrensgarantie des Völkerstrafprozessrechts. Ausgehend von normtheoretischen Ansätzen der Prinzipientheorie des Rechts werden diese sehr unterschiedlichen Regelausprägungen ausführlich analysiert und mögliche Ansätze zur Auflösung von Regelungslücken präsentiert. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den systemübergreifenden Wirkungen des Strafklageverbrauchs, die sowohl im zwischenstaatlichen Verhältnis als auch im Verhältnis zur internationalen Strafgerichtsbarkeit bisher unzureichend verstanden erscheinen.
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Biografische Anmerkung
Mathias Kahler studied law in Heidelberg and at Humboldt Universität Berlin between 2007 and 2011. Having obtained a master's degree at Cornell University (Ithaca, N.Y.), Kahler completed his legal clerkship in Berlin and passed his second state examination in 2015. From 2016 to 2021, he worked as a research assistant in the Department of Criminology and Criminal Law under Professor Hoffmann-Holland at Freie Universität Berlin. In 2021 he was admitted to the judicial service of the state of Bremen. Kahler is currently seconded to the Federal Court of Justice as a research assistant to a criminal division.









