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Die Natur des Rechts bei Gustav Radbruch

ISBN:
978-3-16-153451-5
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
11.02.2015
Reihe:
Grundlagen der Rechtswissenschaft
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
280
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Gustav Radbruch war Deutschlands berühmtester Rechtsphilosoph im 20. Jahrhundert. Seine gehaltvollen, aber auch spannungsreichen Schriften prägen die deutschsprachige Rechtsphilosophie bis heute. Im Zentrum von Radbruchs Lehre steht sein neukantianisch geprägter Rechtsbegriff, der im Laufe der Zeit eine Reihe von Veränderungen erfahren hat. Die Beiträge in diesem Band sind Radbruchs Rechtsbegriff im Allgemeinen und den Wandlungen dieses Rechtsbegriffs im Besonderen gewidmet. Nach der orthodoxen Lesart vertrat Radbruch vor dem Kriege eine rechtspositivistische Lehre, wurde unter dem Eindruck der nationalsozialistischen Gräuel jedoch zum Naturrecht bekehrt. Zunehmend wird gesehen, dass diese 'Bekehrungsthese' zu Ungereimtheiten führt. Verschiedene Beiträge dieses Bandes betonen demgegenüber die Kontinuität nichtpositivistischer Elemente in der Entwicklung von Radbruchs Rechtsbegriff.
Biografische Anmerkung
Martin Borowski (Herausgegeben von)
ist Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Verfassungstheorie und Rechtsphilosophie an der Universität Heidelberg.

Stanley L. Paulson (Herausgegeben von)
Geboren 1941, war bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2011 Professor of Philosophy und William Gardiner Hammond Professor of Law an der Washington University in St. Louis (USA); Mercator-Gastprofessor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; seit 2019 Leiter der Kieler Hans Kelsen-Forschungsstelle.