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Ehe auf Widerruf?

Der Konflikt um das Eherecht in Österreich 1918-1938
ISBN:
978-3-465-03034-8
Auflage:
1., Aufl.
Verlag:
Klostermann, Vittorio
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
01.01.1999
Autoren:
Reihe:
Studien zur Europäischen Rechtsgeschichte
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
560
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Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
Im Zentrum der Studie steht die seitens der österreichischen Verwaltungsbehörden geübte Ehedispenspraxis in den Jahren 1918 bis 1938, die ein Ergebnis der gescheiterten Eherechtsreformbestrebungen am Beginn der Ersten Republik war. Die Dispenspraxis diente durch zwei Jahrzehnte als ein Ventil für die politisch nicht durchsetzbare Modernisierung des österreichischen Ehescheidungsrechts und ermöglichte es den österreichischen Katholiken, das im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch festgelegte Trennungs- und Wiederverehelichungsverbot zu umgehen. Der Streit um die Rechtsgültigkeit der Dispensehen und die einander widersprechenden Urteile der Höchstgerichte führten zu einem Eherechtschaos enormen Ausmaßes, von dem zehntausende Personen betroffen waren. Die Studie analysiert anhand von umfangreichem Quellenmaterial sowohl die rechtlichen, politischen und administrativen Aspekte dieser "Eherechtsreform im Verwaltungswege" wie auch die konkreten Auswirkungen dieser Praxis auf den Alltag der Dispensehegatten.