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Gegenseitiges Vertrauen als Rechtsprinzip des Unionsrechts.

ISBN:
978-3-428-19041-6
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
13.12.2023
Reihe:
Schriften zum Europäischen Recht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
367
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Der EuGH hat dem Konzept des gegenseitigen Vertrauens zwischen den Mitgliedstaaten sukzessive normativen Gehalt verliehen und den Grundsatz des gegenseitigen Vertrauens mittlerweile als zentralen Grundsatz des Unionsrechts etabliert. Dennoch sind wesentliche Fragen in Bezug auf den Anwendungsbereich, den Regelungsgehalt, die theoretischen Grundlagen und die Grenzen des Grundsatzes weitgehend ungeklärt. Die Arbeit unternimmt den Versuch einer grundlegenden rechtsdogmatischen Klärung des gegenseitigen Vertrauens als allgemeines Rechtsprinzip des Unionsrechts. Sie zeigt außerdem, dass dem Grundsatz ein horizontaler Solange-Vorbehalt zu entnehmen ist, dessen Grenzen in Anknüpfung an den Wertekatalog des Art. 2 EUV zu bestimmen sind. Zuletzt beleuchtet sie die Herausforderungen, mit denen sich die mitgliedstaatliche Zusammenarbeit im Zeitalter der sog. »Polykrise« der Union konfrontiert sieht und zeigt Ansätze auf, um die vertrauensbasierte Zusammenarbeit auch in Krisenzeiten zu stabilisieren.

Ausgezeichnet mit dem Werner-von-Simson-Preis 2023 der Universität Freiburg.

Biografische Anmerkung
Annchristin Streuber studied law at the University of Mannheim and Kingston University London. After she graduated with her first state law examination, she completed her legal clerkship at the Higher Regional Court of Karlsruhe, including stages at an international law firm in Berlin and the Higher Administrative Court of Baden-Württemberg. She then completed her doctorate under the supervision of Prof. Dr. Jan Henrik Klement at the Albert Ludwigs University of Freiburg. Since 2021, she has been working as a lawyer in the field of public law and public procurement law.