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Europäisierung der Verteidigungsgüter

Zum rechtlichen Rahmen einer Europäischen Verteidigungsunion durch gemeinsames Verteidigungsgütereigentum
ISBN:
978-3-16-200465-9
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
23.06.2026
Reihe:
Studien zum europäischen und deutschen Öffentlichen Recht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
326
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Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.

Die Frage europäischer Verteidigungsfähigkeit rückt angesichts eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der Russischen Föderation gegen die Ukraine und zunehmender Unsicherheiten über die Verlässlichkeit der transatlantischen Partnerschaft immer mehr in den politischen und gesellschaftlichen Vordergrund.
Mit dem Verweis auf europäische Souveränität werden Lösungsansätze zunehmend auf Ebene der EU gesucht, welche die NATO sinnvoll ergänzen können. Allerdings ist im Unionsrecht die gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik ein besonderer Regelungsbereich, der den EU-typischen Grundsätzen der Supranationalität in weiten Teilen entzogen ist und auf zwischenstaatliche Kooperation zurückverweist. Laura Maria Wolfstädter entwickelt einen Reformvorschlag, der den Begriff der Streitkräfte in einen personellen und einen materiellen Teil aufspaltet und es so erlaubt, das Verteidigungsgütereigentum bei einer noch zu gründenden Europäischen Verteidigungsunion anzusiedeln. Die vorgeschlagene Reform wird die europäischen militärischen Fähigkeiten verbessern, indem finanzielle Ressourcen arbeitsteilig eingesetzt werden und Interoperabilität gestärkt wird. Ergänzt wird die Europäisierung der Verteidigungsgüter durch eine Bündnisklausel zwischen den EU-Mitgliedstaaten, die inhaltlich über die heutige Beistandsklausel hinausgeht. Mit ihrem Konzept einer europäischen Verteidigung der Zukunft bietet Laura Maria Wolfstädter eine Diskussionsgrundlage für aktuelle Reformüberlegungen zur Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU.

Biografische Anmerkung
Geboren 1989; Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Université Montesquieu Bordeaux IV (Frankreich); 2015 Erste Juristische Staatsprüfung; Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Bielefeld und der Universität Leipzig; Forschungsaufenthalt an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne (Frankreich); Rechtsreferendariat am Kammergericht in Berlin; 2023 Zweite Juristische Staatsprüfung; 2025 Promotion (Leipzig); Rechtsanwältin in Berlin.