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Falsche Geständnisse in der polizeilichen Beschuldigtenvernehmung

Eine interdisziplinäre Untersuchung zu Verbreitung und Hintergründen von falschen Geständnissen in Deutschland
ISBN:
978-3-428-19346-2
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
12.03.2025
Reihe:
Kriminologische und sanktionenrechtliche Forschungen
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
400
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Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
Das Phänomen falscher Geständnisse, insbesondere in polizeilichen Beschuldigtenvernehmungen, ist mittlerweile als ernsthaftes Problem anerkannt. Dennoch gibt es bisher nur wenige wissenschaftliche Erkenntnisse über deren Häufigkeit und Ursachen in Deutschland. Zur weiteren Beleuchtung dieser Frage wurden zwei deutschlandweite Untersuchungen unter Polizeibeamten sowie Inhaftierten durchgeführt. Über 20 % der Inhaftierten gaben an, mindestens einmal ein falsches Geständnis abgelegt, und etwa 16 % der Polizeibeamten berichteten, ein solches entgegengenommen zu haben. Auf Basis der weiteren Angaben der Probanden konnten zudem diverse prozentuale Häufigkeiten von falschen Geständnissen errechnet werden. Die Studie ergab außerdem, dass polizeilicher Druck in unterschiedlichen Formen eine maßgebliche Rolle bei der Abgabe falscher Geständnisse spielen kann. Besonders vulnerable Gruppen, etwa junge oder gesundheitlich beeinträchtigte Beschuldigte, neigen häufiger dazu, sowohl wahre als auch falsche Geständnisse abzulegen. Schließlich konnten auch Erkenntnisse zu falsch Geständigen im Strafvollzug gewonnen werden.
Biografische Anmerkung
Valentin zur Nieden is an attorney and heads the legal department of an internationally operating German oil refinery company as in-house counsel. He studied law at the universities of Hamburg, Guadalajara (Mexico), Stellenbosch and Cape Town (South Africa). He also worked at the German Embassy in San José (Costa Rica) and for several renowned law firms in the areas of commercial, labour and criminal law. In addition, he has taught at the University of Hamburg, regularly gives lectures and publishes specialist articles on criminal law topics.